Was ist dran am Körperkult?

Die Tattoos der Stars: Rihanna, Boateng, The Rock ...

Es ist Statement und Accessoire zugleich – das Tattoo. Wer sich dafür entscheidet, sich eine Tätowierung stechen zu lassen, der trägt das ausgewählte Symbol bis zum Lebensende auf seiner Haut. Deshalb sollte man sich vorher ganz genau überlegen, ob man diesen Schritt auch wirklich gehen will.

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Tattoos

Es muss ja nicht gleich der ganze Körper sein. Doch wer einmal mit der Körperbemalung anfängt, kann oft nicht mehr davon lassen.

Nur, wer sich zu 100 Prozent sicher ist, sollte den Gang ins Tattoo-Studio tatsächlich wagen. Jugendsünden wie das in den Neunzigern so beliebte Arschgeweih, der Name der (Ex-)Freundin oder ein Porträt von Mutti könnten in wenigen Jahren schon das ganz große Laster sein. Doch gerade zeitlos-schlichte Tattoos an unauffälligen Stellen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. eVivam erklärt, worauf du bei der Wahl von Motiv, Tattoo-Studio und Körperstelle achten solltest, gibt Tipps, wie man sich doch irgendwann wieder von dem lästigen Körperschmuck befreien kann, und zeigt die stylischsten Tätowierungen der Stars.

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Ein Tattoo – was, wann und wo?

Welches Motiv an welche Stelle soll, ist ganz individuell von dir abhängig. Im Idealfall ist der Schriftzug oder das Symbol zeitlos. Was heute die große Liebe ist, kann morgen schon zum Hassobjekt werden. Ein Lebensmotto kann in wenigen Jahren schon ganz schön kitschig sein. Und wenn du noch nicht genau weißt, in welcher Branche du einmal arbeiten möchtest, solltest du vielleicht nicht unbedingt gleich deinen ganzen Arm vollstechen lassen, den du gerade in nobleren Branchen immer verstecken müsstest. Lass den Gedanken um Motiv und Körperstelle lange reifen. Lass dich von Freunden und Familie beraten, die einschätzen können, ob es nur eine Laune von dir ist oder ein tief sitzender Wunsch. Gib dir mindestens ein halbes Jahr Zeit, um mit dem Gedanken schwanger zu gehen und achte gleichermaßen darauf, dass du dich von der Außenwelt nicht zu sehr beeinflussen lässt. Lass dich nicht zu einem Motiv überreden, dass du vielleicht gar nicht willst. Auch vom Nachstechen bekannter Promi-Symbole ist eher abzuraten. Das wirkt selten authentisch, sondern eher bemüht trendy. Wenn du Angst vor dem Stech-Schmerz hast, solltest du bei der Wahl der Körperstelle auch auf die Empfindlichkeit der jeweiligen Körperregion achten. Besonders an den Extremitäten wie Oberarm, Unterarm, Ober- und Unterschenkel sowie am Po ist der Schmerz gut erträglich. Auch Hals und Nacken tun nicht besonders weh. Fies wird es dagegen an den Körperstellen mit sehr dünner Haut, wie Gesicht, Brust, Achselhöhle, am Fuß und an sämtlichen Gelenken. Auch auf dem Rücken ist der Schmerz oft kaum auszuhalten. Dasselbe gilt im Nierenbereich. Übrigens: Vor dem „großen Tag“ solltest du ausgiebig schlafen. Müde Menschen entwickeln generell ein höheres Schmerzempfinden als solche, die gut ausgeruht sind.
Tattoo stechen

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Stichen in der Sekunde wird die Tattoofarbe unter die Haut gebracht.

Die Tätowierung – wie und von wem?

Bei der Wahl des Studios kann dir das Internet behilflich sein. Informiere dich genau über die Hygienebedingungen, Preise und – ganz wichtig – die Erfahrungen der Kunden. Auch wenn ein Studio mit Eröffnungspreisen lockt: Greif lieber ein wenig tiefer in die Tasche und mach ein Termin bei einem bewährten Studio. Auch ein ausführliches Beratungsgespräch vor Ort sollte man dir nicht verwehren. In letzter Instanz sollte dein Bauchgefühl entscheiden. Hegst du auch nur den kleinsten Zweifel an der Seriosität des Ladens, solltest du sofort wieder gehen.
Eine Tätowierung wird in punktierter Form auf deine Haut gestochen. Das bedeutet: Der Tätowierer zieht keine durchgehenden Linien, sondern geht Millimeter für Millimeter vor, sodass sich aus den Punkten schließlich ein zusammenhängendes Motiv ergibt. Bei diesem Vorgang sticht die Nadel die Farbe mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Mal pro Sekunde (!) unter deine Haut. Nur, wenn die Nadel die Farbe in die zweite Hautschicht (Corium oder auch Lederhaut genannt) sticht, bleibt die Farbe dauerhaft bestehen. Je nach Größe des Motivs kann das mehrere Stunden dauern. Die Kunst beim Tätowieren besteht darin, ein Gefühl für die richtige Hauttiefe zu entwickeln. Gerät der Stich zu flach, verblasst die Farbe rasch. Gerät er zu tief, wird es besonders schmerzhaft und austretende Blutungen könnten zu einem Auswaschen der Farbmittel führen. Übrigens: Tattoo-Studios müssen ihre verwendeten Farben regelmäßig auf Hautverträglichkeit testen lassen. In einem seriösen Laden brauchst du daher keine Angst vor allergischen Reaktionen zu haben. Das gilt allerdings nur für „echte“ Tattoos. Bist du dir noch nicht sicher und möchtest daher lieber auf Henna oder Klebe-Motive zurückgreifen, sind Allergien aufgrund darin enthaltener Substanzen je nach Hauttyp möglich.

Tattooentfernung durch Laser?

Ist der Super-GAU eingetreten und der Schriftzug der großen Liebe soll Jahre nach der Tätowierung dann doch verschwinden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder lässt du dein altes Motiv durch ein neues überstechen, oder du gehst den schmerzhaften Weg der Laserbehandlung. Hierbei dringen ultrakurze, energiereiche Impulse – der Laser – in die Haut ein und werden dort selektiv im Tattoopigment absorbiert. Die Folge: Begleitet von einem kurzen Knall wird das Farbpigment zerkleinert und die Verkapselung der Farbpigmente wird aufgelöst. Dadurch können die nun frei liegenden Partikel vom Immunsystem aufgenommen werden. Die Farbe verblasst und nach mehreren Sitzungen ist das Motiv so gut wie unsichtbar. Wie viele Sitzungen zur Entfernung genau benötigt werden, hängt von der Qualität des Tattoos ab. Hochwertige Tattoos benötigen zwischen fünf und zehn Sitzungen, bis das Motiv verschwunden ist. Billigtattoos sind indes schon nach vier bis fünf Sitzungen verschwunden. Die Sitzungen sollten im Abstand von vier Wochen durchgeführt werden. Bei der Behandlung selbst ist eine stete Kühlung der behandelten Stelle wichtig. Hierdurch wird der starke Schmerz der Behandlung gemindert und die Prozedur erträglich. Für eine Sitzung solltest du zwischen 50 und 60 Euro einplanen. Wichtig: Geh für diese Behandlung unbedingt zu einem ausgebildeten Hautarzt. Mittlerweile gibt es auch einige Beauty-Salons und Kosmetikstudios, die diese Behandlung anbieten.

Klebetattoos, Motive und Übungshäute

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