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Strahlung: Wann sie heilt, wann sie schadet

Die Auswirkungen von Strahlung sind vielfältig. Selbst Sonnenstrahlen sind für uns nicht unschädlich. Der Artikel verschafft einen Überblick darüber, welche Strahlen uns umgeben und welche sogar zum Tod führen können.

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Solarium

Wer auf die Sonnenbank geht, läuft Gefahr, das Hautkrebsrisiko zu erhöhen. Die künstliche UV-Strahlung im Solarium ist aufgrund ihrer starken Bündelung noch schädlicher, als die der Sonne.

Unter dem Oberbegriff Strahlung versteht man den physischen Vorgang der Teilchen- oder Wellenausbreitung. Je nach Art der Strahlen kann dieser Vorgang sowohl sichtbar (Licht), als auch unsichtbar (radioaktive Strahlung oder Elektrosmog) vonstatten gehen. Die direkte Wirksamkeit unterschiedlicher Strahlen ist für den Menschen aber meist nicht zu sehen, wodurch etwa ein Atomunglück erst später seine Tücke entwickelt. Gleichzeitig haben Röntgenstrahlen oder verschiedene Formen der Strahlentherapie die moderne Medizin um vielerlei Behandlungsmöglichkeiten ergänzt. eVivam zeigt die häufigsten Strahlenformen und erklärt, wie welche Strahlung auf den Körper wirkt.

Galerie: Wo Strahlung unseren Alltag kreuzt

Radioaktivität und Elektrosmog: Wenn Strahlung schadet

Für einen Großteil ungesunder Strahlung ist der Mensch selbst verantwortlich. Elektrosmog etwa. Er bezeichnet die Gesamtheit aller elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder, die auf Dauer die Gesundheit beeinflusst. Hauptursache für Elektrosmog sind die Strahlen, die von Handys, Sendemasten und diversen elektrischen Geräten ausgehen, die von drahtloser Technologie profitieren. Zu den Spätfolgen einer permanenten Elektrosmog-Aussetzung gehören vor allem hormonelle Vorgänge und psychische Beeinträchtigungen, die im Extremfall sogar Krebs auslösen können. Nicht alle Vermutungen sind bereits wissenschaftlich belegt. Dass Elektrosmog den menschlichen Hormonhaushalt beeinträchtigt, haben Langzeitstudien bewiesen. Ebenso wie es bei Anwohnern in der Nähe von Handymasten häufiger zu chronischen Erkrankungen wie etwa Migräne oder Depressionen kommt. Die elektromagnetischen Wellen sorgen für eine Abwehrreaktion innerhalb des menschlichen Körpers. Die Zellmembranen verhärten sich, wodurch wichtige Nährstoffe nicht mehr hinein gelangen können. Gesunde Zellabläufe brechen zusammen. So gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass durch diesen Vorgang die Gefahr an Krebs zu erkranken erhöht wird, da der natürliche Krebsschutz gehemmt wird. Noch viel fatalere Folgen hat radioaktive Strahlung, die etwa bei einem Atomunglück freigesetzt wird. Trifft sie auf biologische Zellen, gibt sie einen Teil ihrer Energie ab, indem sie bestimmte Zellbestandteile verändert oder das darin enthaltene Wasser ionisiert. Die dabei freigesetzten freien Radikale beschädigen das Gewebe und brechen im schlimmsten Fall DNA-Ketten auf, wodurch der Erbcode verändert wird. Übrigens: In kontrollierten Dosen kommen radioaktive Strahlen auch in der Medizin zum Einsatz. So findet sie etwa in der Krebstherapie verwendung, weil radioaktive Strahlung die Streuung von Tumoren hemmen kann.
Ozon-Loch

Das von den Menschen nach und nach zerstörte Ozon-Loch lässt die UV-Strahlung von der Sonne ungebremst auf die Erde prallen. Daher ist die Verwendung von Sonnenschutz im Sommer unerlässlich, um die Haut vor den Strahlen zu schützen.

Strahlenheilkunde: Warum Strahlen in der Medizin so wichtig sind

Natürlich ist die Onkologie die erste Sparte der Medizin, an die wir denken, wenn von Strahlentherapie die Rede ist. Neben der Chemotherapie und der Operation ist die Bestrahlung die dritthäufigste Behandlungsmethode gegen Tumore. Anders als bei der den ganzen Körper belastenden Chemotherapie ist die sogenannte Radiotherapie lokal und wirkt sich hauptsächlich auf die betroffene Region aus. Mithilfe ionisierender Strahlung oder Teilchenstrahlung wird die Erbsubstanz gezielt beschädigt, was zur Folge hat, dass die Zellteilung aufhört. Dadurch werden die Tumore an ihrer Ausbreitung gehindert, im Ideallfall verkleinert oder sogar ganz zerstört. Der Nachteil der Radiotherapie ist der, dass dadurch auch gesunde Körperzellen rund um die zu bestrahlende Partie zerstört werden können. In gewissem Maße sind die gesunden Zellen dazu in der Lage, sich selbst zu regenerieren, während die geschwächten Krebszellen nach der Behandlung absterben. Damit die gesunden Zellen nach der Behandlung genug Zeit haben, um sich zu erholen, müssen zwischen den Behandlungssitzungen längere Pausen eingelegt werden. Je nach Umfang des Tumors wird die Strahlendosis individuell auf den Patienten angepasst. Mit ultravioletter Strahlung (UV) lassen sich seit Neuestem Patienten diverser Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder einer Sonnenallergie behandeln. Die UV-Strahlen sind Bestandteile des Sonnenlichts. Und zwar jene, gegen die wir unsere Haut eigentlich mithilfe von Sonnencremes schützen wollen. Setzen wir unsere Haut zu lange den UV-Strahlen im Sonnenlicht aus, kommt es zu einem Sonnenbrand und das Hautkrebsrisiko steigt. Bei einer kontrollierten Bestrahlung und einer genauen Anpassung der unterschiedlichen Wellenlängen (je oberflächlicher die Erkrankung, desto kurzwelliger die Strahlen) wirken hochdosierte UV-Strahlen antientzündlich und regen die Haut zur Bildung von Vitamin D an. Besonders bei Hautkrankheitspatienten, bei denen Wirkstoffe wie Kortison nicht mehr helfen, bietet sich die Strahlenbehandlung an. Die sogenannte Röntgenstrahlung wird dagegen nicht zu Therapiezwecken eingesetzt, sondern dient der Ursachenforschung. Diese sehr energiereichen, elektrischen Wellen sind in der Lage, Marterie zu durchdringen und ermöglichen es uns, ins Innere des Patienten zu schauen, um Krankheiten wie Knochenbrüche von Außen zu erkennen. Dies geschieht, weil die einzelnen Körperbausteine wie Haut, Knochen oder Muskelgewebe ein unterschiedliches Absorbationsvermögen aufweisen. So setzen sich die festen Knochen stärker gegenüber dem weichen Material ab, das nur mithilfe von Kontrastmittel stärker hervorgehoben werden kann.

Strahlen: Die Vor- und Nachteile des Lichts

Ultraviolette Strahlung kann also auch positive Auswirkungen auf den Körper haben, sofern sie kontrolliert und fachmännisch angewandt wird. Im Alltag müssen wir uns jedoch schützen. Setzen wir uns ihr zu lange aus, indem wir etwa ohne Sonnencreme sonnenbaden oder zu häufig ins Solarium gehen, laufen wir Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken und die Alterung unserer Haut künstlich zu beschleunigen. UV-Strahlen bestehen aus drei unterschiedlichen Bausteinen. Die energiearme UVA-Strahlung, die energiereichen UVB-Strahlen und die UVC-Strahlen, die vor dem Eintreffen auf der Erde aber bereits von der Atmosphäre absorbiert wurden. Um zu verhindern, dass die UV-Strahlen unsere Hautgesundheit beeinträchtigt, sollte vor dem Gang in die Sonne die Haut mit einer Lotion mit hohem Lichtschutzfaktor versorgt werden. Wie viel die Haut braucht, ist dabei von vielen Faktoren abhängig. Je höher der auf dem Sonnenschutz angegebene Lichtschutzfaktorwert, desto länger widersteht die Haut den UV-Strahlen. Übrigens: Sich regelmäßig (und geschützt) der Sonne auszusetzen, bietet obendrein auch psychologische Vorteile. Licht kurbelt nachweislich den Serotonin-Bildung an und kämpft damit aktiv dem Winterblues entgegen.

Sonnencreme

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