Schutz für die Augen

Sonnenbrillen im Internet kaufen und die beliebtesten Modelle

Sie ist Modeaccessoire und wichtiger Schutz für die Augen, die Sonnenbrille. Rasch im Internet bestellt, doch vor dem schnellen Klick gilt es, sich zu informieren: Nicht immer ersetzt der virtuelle Berater den Optiker vor Ort.

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Sonnenbrille

Die erste Ray-Ban und ein Film von Leo tragen den gleichen Namen.

Mittlerweile gibt es ja für alles einen „Tag des ...“ – man wundert sich, denn eigentlich stehen ja nur 365 zur Verfügung. Wie dem auch sei, am 27. Juni gibt es sogar den „Tag der Sonnenbrille“.
Wir klären, ob die Bestellung im Internet so eine gute Idee ist und welche Modelle aktuell am angesagtesten sind. Soviel sei verraten, besonders abwechslungsreich ist die Zusammenstellung nicht. Bei der Gelegenheit: „Ray Ban“ ist oder war keine Person, sondern bedeutet übersetzt einfach nur „Strahlenschutz“. Das wissen die meisten, aber eben nicht alle. 1929 wurde ein Hersteller von optischen Geräten vom Militär mit der Entwicklung einer Fliegerbrille beauftragt, die Übelkeit und Kopfschmerzen der Piloten lindern sollte. Aus dem Prototyp von 1936 entstand 1937 die Ray-Ban Aviator, die es bis heute gibt und die immer noch zu den beliebtesten Modellen gehört. „Aviator“ heißt übersetzt „Flieger“ und war der Name eines Films mit Leonardo DiCaprio von 2004, in dem es natürlich um die Fliegerei geht.

Brille online bestellen?

Bücher, Kleidung, Lebensmittel – fast alles kannst du heute mit einem Klick im Internet bestellen und dir die Fahrt zum Laden sparen. Sonnenbrillen machen da keine Ausnahme. Doch wie sinnvoll ist das? Der Optiker-Zentralverband warnt: „Sonnenbrillen sollen zunächst einmal auf der Nase sitzen, nicht auf dem Haar“, sagt Sprecher Ingo Rütten. Ein Gespräch mit einem Optiker oder Augenarzt ist vor dem Kauf einer Sonnenbrille also immer sinnvoll. Erst recht für den, der auch im Alltag eine Brille tragen muss. Online-Portale beraten in diesem Punkt eher unzureichend. Tipps, Trends und Antworten beziehen sich mehr auf Fragen nach Stil und Mode. Eine Ausnahme bilden stationäre Händler wie Fielmann, sie informieren auch im Internet ohne großes Suchen und werben mit „Schutz vor Schönheit“. Fielmann vertreibt allerdings Brillen nicht über das Netz, sondern nur im Laden. In jedem Fall empfiehlt sich eine Auswahl im Internet noch eher, als eine Sonnenbrille auf dem Flohmarkt oder an Ständen am Straßenrand zu kaufen – jedenfalls für den, der ernsthaft auch an einem Schutz für das Auge interessiert ist.

Galerie: Die beliebtesten Sonnenbrillen der Saison

Warum eine Sonnenbrille so wichtig ist

Mittlerweile sind gerade hochwertige Marken-Sonnenbrillen zu einem regelrechten Statussymbol geworden. Doch der eigentliche Sinn und Zweck der dunklen Brillengläser liegt im Schutz der Augen. Zum einen filtern die Gläser das sichtbare Licht und schützen den Träger vor Blendung. Doch die unsichtbaren ultravioletten (UV-)Strahlen sind die eigentlichen Übeltäter. Bei hoher Intensität oder mangelhaftem Schutz können sie beim Menschen zu Entzündungen der Netz- und Hornhaut führen. Im schlimmsten Fall kann das Auge dadurch sogar dauerhaft geschädigt werden. Längere Aufenthalte am Wasser oder im Schnee erhöhen dieses Risiko, da die Wasser- und Schneeoberflächen die Strahlung um ein Vielfaches reflektieren. Die UV-Strahlung trifft dann nicht mehr nur von oben auf unsere Augen, sondern von allen Seiten. Das Tragen einer Sonnenbrille ist daher mit dem Auftragen von Sonnenmilch auf die Haut vergleichbar, die diese ebenfalls vor schädlicher UV-Strahlung schützen soll. Doch Achtung: Nur die richtige Passform und die Größe des Gestells im Verhältnis zum Gesicht schirmen UV-Strahlung umfassend ab. Das ist übrigens ein Nachteil für die Online-Händler: Zwar kann man mittlerweile bei vielen Online-Händlern virtuell eine Brille anprobieren; etwa indem man ein Bild von sich hochlädt und ins Programm einspielt. Doch das Anprobieren vor Ort ersetzt das natürlich nicht.
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Für jedes Gesicht die passende Brillenform: Sonnenschutz am Strand.

Vor dem Brillenkauf steht der Sehtest

Für Sonnenbrillen mit individueller Sehstärke gilt wie für herkömmliche Brillen: Vor dem Kauf im Internet steht ein Sehtest. Der Anbieter Mister Spex etwa arbeitet mit stationären Optikern zusammen, bei denen du kostenlos deine Sehstärke messen lassen kannst. „Alle Augenoptiker bieten Dienstleistungen wie einen Sehtest getrennt vom Produktkauf an“, ergänzt Optiker-Zentralverbandssprecher Ingo Rütten. Gerade bei einer ersten Untersuchung kann natürlich auch ein Gang zum Augenarzt mit einer umfassenden medizinischen Untersuchung sinnvoll sein. Punkten können Onlineanbieter bei Lifestyle und dem entsprechenden Service. Wer Gesichtsform, grundsätzliche Stilform und Trendwunsch angibt, erhält Tipps und Vorschläge für die passende Sonnenbrille. In der Vielfalt von Modellen kann diese Orientierung hilfreich sein, auch ein Eingrenzen des Preisspektrums erleichtert die Suche ungemein und macht mehr Spaß, als sich in Drehständern beim Optiker zu verirren. Preislich unterscheiden sich übrigens Internetanbieter von Händlern vor Ort kaum; es lohnt immer, sich nach Angeboten umzuschauen.

Sonnenbrillen: Muss es ein Designermodell sein?

Ray-Ban, Dolce & Gabbana oder Michael Kors: Wer zu einem teuren Designermodell greift, ist nicht selten mehrere Hundert Euro los. Doch wie rechtfertigt sich der hohe Preis eigentlich? Ist es tatsächlich nur der Markenname, für den immer wieder Unsummen über die (virtuelle) Ladentheke gehen? Auch im mittleren Preissegment gibt es Modehersteller, deren Brillen hervorragend verarbeitet sind und die eine lange Lebensdauer besitzen. Trotzdem verkaufen gerade die Luxushersteller weniger die Qualität als das Lebensgefühl. Für den Käufer zählt also häufig der „ideelle Wert“. Wem es allerdings ausschließlich um die Qualität geht, der ist auch mit einem mittelklassigen No-Name-Produkt gut beraten. Kleiner Tipp: Sofern Sie sich für Sonnengläser mit Ihrer individuellen Sehstärke entscheiden, sollten Sie den hierdurch auf Sie zukommenden Preis obendrauf einplanen.

Sonnenbrillen

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