Tipps im Praxis-Check

Schnarchen: Was wirklich hilft – und was nicht ...

Was tun gegen Schnarchen? Viele teure Geräte versprechen Besserung. Doch oft helfen schon kleine Änderungen im Alltag, die Nachtruhe wieder herzustellen ...

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Schnarchen: Was wirklich hilft

Schnarchen kann Beziehungen extrem belasten. Ein Grund mehr, die lästigen Geräusche loszuwerden.

Rihanna tut es. Lionell Messi auch. Und selbst Prinz Harry rettet sein royaler Titel nicht davor. Rund die Hälfte von uns schnarcht zumindest gelegentlich. Männer etwas mehr als Frauen. Und auch Kinder schnarchen hin und wieder. Dafür gibt es verschiedene Ursachen: Erkältung, Allergie, Übergewicht, Alkohol – also grundsätzlich eine durch gewisse Umstände verursachte Einengung der Atemwege. Aber auch Krankheiten rufen Schnarchen hervor.

Was tun gegen Schnarchen?

In schweren Fällen mit medizinischen Ursachen oder Schlafapnoe hilft nur der Arztbesuch. Doch die Gelegenheitsschnarcher können die lästigen Geräusche abstellen oder zumindest abmildern. Wichtig ist, sich bewusst zu sein, wann das Schnarchen auftritt – oder: seit wann? Vielen Schnarch-Typen ist schon mit Hausmitteln geholfen. Teure Geräte oder Nasenstrips sind gar nicht nötig.

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1. Schlafposition ändern

Schläfst du auf dem Rücken? Dann kann hier die Ursache für dein Schnarchen liegen. Wenn die Zunge im Liegen zurückfällt, wird der Rachenraum eingeengt. Was hilft? Auf die Seite drehen. Das ist jedoch einfacher gesagt als getan. Denn wie kontrolliert man das während des Schlafs? Ein Seitenschläferkissen hilft, die richtige Position zu halten. In Extremfällen sollen auch an der Rückseite des Pyjamas eingenähte Tennisbälle geholfen haben. Alternative: Kopfteil des Bettes hochstellen. Eine höhere Kopflage kann Schnarchen auch verhindern. Aber Achtung: Hier kann man sich schnell verlegen. Nackenschmerzen sind die Folge.

2. Abnehmen

Ja, die paar Pfunde zu viel auf der Waage können in der Tat Schnarchen verursachen. Wer also früher nie geschnarcht hat, sollte vielleicht einmal anhand eines alten Anzugs bzw. Kleids kontrollieren, ob in den letzten Jahren nicht doch der ein oder andere Zentimeter dazugekommen ist. Dann heißt es: Abnehmen! Unter Umständen verschwindet dann das Schnarchen.

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3. Auf Alkohol verzichten

Ein Gläschen Wein, ein Bier oder auch einmal etwas Härteres und das Einschlafen fällt gleich leichter. Aber: Beim Genuss von Alkohol kann so einiges aussetzen – und auch die Muskulatur im Rachenraum wird leicht betäubt. Die Folge: ein tiefes, sonores Schnarchen. Vier bis fünf Stunden vor dem Schlafengehen sollte man daher auf Alkohol verzichten.
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4. Bettzeug wechseln

Wann war das letzte Mal, dass du nicht nur deine Bettwäsche, sondern auch das Bettzeug gewaschen oder komplett ausgetauscht hast? Genau! Das tun wir viel zu wenig. Staubmilben haben so ausreichend Zeit, eine eigene Republik zu gründen. Wer auch nur ein klein bisschen allergisch auf Staub reagiert, hat dann keinen Spaß. Verstopfte Nasen bei Nacht sind bei vielen Hauptgrund fürs Gelegenheitsschnarchen. Auch Haar- und Hautschüppchen von Haustieren können einen ähnlichen Effekt haben. Wer zum Typ der Allergie-Schnarcher gehört, muss Hund und Katz leider aus dem Bett schmeißen ...

5. Luftbefeuchter nutzen

Besser nicht! Milben fühlen sich bei hoher Raumfeuchtigkeit besonders wohl. Für Allergiker nicht optimal. Und gegen Schnarchen helfen Luftbefeuchter leider auch nicht.

6. Viel trinken

Das kann durchaus gegen Schnarchen helfen. Wer viel trinkt, hält auch die Absonderungen in Nase und Rachenraum damit flüssiger. Je weniger man trinkt, desto klebriger werden die nämlich. Und das verstopft die Nase.
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7. Spezialkissen

Geldverschwendung. Zwar können sich teure Spezialkissen positiv auf die Schlaflage auswirken, doch eine Garantie gibt es nicht, dass wir uns im Schlaf nicht doch wieder drehen. Als Schnarch-Gegenmittel taugen diese Kissen daher nichts.

8. Nase freimachen

Gelegenheitsschnarcher beugen wirksam gegen Schnarchen vor, indem sie z.B. bei einer Erkältung die Nase mit Inhalieren oder Nasenspülung wieder freimachen. Auch heißes Duschen vor dem Schlafengehen öffnet die Atemwege.

9. Schlafgewohnheiten ändern

Wer lange arbeitet und oft übermüdet, fällt später in einen tiefen Schlaf. So tief, dass die Muskelschlaffheit ebenfalls Schnarchen verursacht. Noch ein Grund mehr für gesunde Schlafgewohnheiten.

10. Anti-Schnarch-Geräte und OPs

Bei chronischen Atemwegsbeschwerden oder einer verkrümmten Nasescheidewand werden all die einfachen Hausmittel leider nicht helfen. Der behandelnde Arzt weiß hier am besten, ob sich ein Anti-Schnarch-Gerät oder eine OP eignet.

Produkte rund ums Schnarchen

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.