Nicht zu oft, nicht zu heiß, keine Seife

Richtig duschen: So beugst du Hautproblemen vor

Wir alle tun es mehrmals in der Woche. Manche sogar täglich. Dabei kann man beim Duschen viel falsch machen und die Haut sogar schädigen. Wie duscht man eigentlich richtig?

Datum:
Duschen

Ein sanfter Wasserstrahl, lauwarmes Wasser und nicht länger als zehn Minuten: Laut Hautärzten sind das die optimalen Bedingungen für eine tägliche Dusche.

Bei der täglichen Duschroutine gibt es viele Dinge, die wir unbewusst falsch machen. Ein zu harter Wasserstrahl, zu heißes Wasser oder falsche Pflegeprodukte greifen die natürliche Schutzbarriere der Haut an und trocknen sie aus. Dabei wollen wir unsere Haut beim Duschen ja eigentlich nur von Schmutz, Schweiß und Unreinheiten befreien. Da wir unsere Haut generell für schmutziger halten, als sie in Wirklichkeit ist, wird geschrubbt und gerubbelt, als gäbe es kein Morgen. „Falsch!“, sagen Experten. eVivam erklärt, wie es richtig geht.

Galerie: So duschst du richtig

Duschen – Richtig und falsch

Weil wir mit dem Duschen eine Körperreinigung assoziieren, nehmen wir den Begriff „Reinigung“ gern ein wenig zu wörtlich. Wir duschen gern häufig und lange, das Wasser ist heiß und die Reinigungsmittel sollten am besten Seifenanteile aufweisen. All das ist allerdings grundsätzlich falsch, da es den natürlichen Schutzmantel der Haut angreift. Dieser hält schon von Natur aus Eindringlinge wie gefährliche Keime, Schweiß und Fett ab und sorgt so für ein leicht saures Milieu, auf dem gesunde Pilze und Bakterien wachsen können. Was ekelig klingt, schützt uns vor Ekzemen und Entzündungen und hält die Haut geschmeidig. Wird dieser Säureschutzmantel angegriffen, indem wir ihn mit seifehaltigen Duschgelen, heißem oder allzu hartem Wasser zerstören, haben Bakterien frei Bahn. Die Folge: Rötungen, Juckreiz und Pickel. Bei zu heißem Wasser kommt außerdem die Zerstörung des schützenden Wasserfilms auf der Haut hinzu, die sie austrocknen lässt. Die ideale Temperatur beträgt auch im Winter 32 bis 38 Grad. Wenn deine Spiegel beim Duschen beschlagen oder es von der Decke tropft, dann kannst du dir sicher sein, dass du die Wassertemperatur dringend herunterstellen solltest. An einer eiskalten Dusche scheiden sich indes die Geister. Einerseits kurbelt sie das Immunsystem an und strafft die Haut, andererseits ziehen sich dadurch die oberen Blutgefäße zusammen und Körperwärme tritt nach außen. Wenn du also unbedingt kalt duschen möchtest – etwa um Orangenhaut vorzubeugen – reicht es, die Waden kalt abzuspritzen. Ansonsten sollte das Duschwasser immer lauwarm sein.
heißes Duschen

Kommt dir das bekannt vor? Wenn beim Duschen deine Scheiben beschlagen oder sich sogar Wasser an der Decke sammelt, ist das ein Indiz dafür, dass du die Wassertemperatur runterdrehen musst. Optimal sind 32 bis 38 Grad.

Richtig duschen: Augen auf beim Duschgel-Kauf!

Das Angebot an Duschgelen ist unerschöpflich. Die Bestandteile sind ebenso vielfältig wie Farben, Gerüche und die Form der Flasche. In erster Linie sollte ein Duschgel an die individuelle Beschaffenheit der Haut angepasst sein. Gereizte, trockene Haut benötigt andere Pflege, als eine Haut, die dazu neigt, zu fetten. Wer vielleicht sogar unter einer Hautkrankheit wie Neurodermitis oder schwerer Akne leidet, tut gut daran, sich in der Apotheke oder im Fachhandel beraten zu lassen. In erster Linie sollte ein Duschgel keine Seife enthalten, da Seife einen höheren pH-Wert besitzt, als die Haut selbst. Ideal ist ein pH-Wert von etwa 5,5, den auch die meisten Duschgele aufweisen. Leidest du unter einer sehr trockenen Haut, hat die Industrie für dich sogenannte Duschöle oder Duschcremes entwickelt, die die Haut zusätzlich und langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgen, indem sie die Fett-Wasser-Balance wiederherstellen. Wenn du übrigens einmal kein Duschgel im Haus hast, solltest du auf keinen Fall auf Shampoo zurückgreifen. Shampoos haben aufgrund ihres Anwendungsgebiets andere Bestandteile als Duschgel und entfetten die Haut meist besonders stark.

Richtig duschen – Und danach?

Um sich nach dem Duschen abzutrocknen, rubbeln viele Haut und Haar ausgiebig ab. Das ist allerdings vollkommen falsch, da es sowohl die Kopfhaut, als auch empfindliche Körperstellen reizt. Tupf deine Haut vorsichtig trocken. Das ist wichtig, damit das Wasser deine Haut nicht im Nachhinein austrocknet. Die Haare sollten im Idealfall an der Luft trocknen. Ein um den Kopf geschlungenes Handtuch erhöht die Bruchgefahr und auf die heiße Luft eines Föhns reagiert die empfindliche Kopfhaut nicht selten empfindlich. Außerdem sollte das Eincremen mit einer milden Feuchtigkeitscreme ohne Farb- und Geruchsstoffe in deine tägliche Reinigungsroutine übergehen, damit diese die natürliche Hautbarriere unterstützt und die Haut geschmeidig hält.

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Antje Wessels

von

Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.

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