Nie wieder Bläschen?

Nicht verzweifeln: Diese Tricks helfen bei Lippenherpes!

Es kribbelt, juckt, brennt und sieht unesthätisch aus: Lippenherpes. Doch die Fieberbläschen lassen sich gut behandeln – hier sind wirksame Tipps!

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Herpes nervt. Doch man kann sich schützen.

Herpes kommt immer im ungünstigsten Moment. Mit diesen Tipps bekämpfen Sie die Bläschen.

Gegen das Herpes-simplex-Virus Typ 1 gibt es keinen verlässlichen Schutz oder gar eine Impfung – einmal infiziert, bleibt der Erreger für immer im Körper. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO tragen etwa zwei Drittel aller Menschen unter 50 Jahren das Virus für immer in sich. Bei vielen Betroffenen kommen die Symptome so gut wie nie zum Vorschein – andere plagen sich nahezu monatlich mit immer neuen Schüben von der wohl bekanntesten Version der Krankheit: Lippenherpes. Oftmals über Nacht bilden sich die typischen Bläschen, gefüllt mit einer hochinfektiösen Flüssigkeit auf der Lippe – begleitet von einem Jucken oder Brennen. Diese Bläschen platzen nach einigen Tagen auf, verschorfen gelb-rötlich und verheilen schließlich. Der gesamte Prozess kann bis zu zwei Wochen andauern. Lippenherpes behandeln ist vergleichsweise schwierig – es gibt aber ein paar hilfreiche Tipps.

Vor der Infektion schützen

Küssen verboten

Küssen verboten: Bei Herpes muss man besonders Acht geben. Das Virus ist hochansteckend.

Mit den für Lippenherpes verantwortlichen Viren kommt man schnell in Kontakt: Ein Betroffener hustet oder niest – und schon zirkulieren Partikel mit dem Virus durch die Luft. Dennoch kann man viele Infektionswege vermeiden!
  • Küssen ist tabu! In keinem Stadium der Fieberbläschen darf geküsst werden. Zwar sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Verschorfen der Wunde drastisch, das Risiko sollte man aber nicht eingehen.
  • Die gemeinsame Nutzung von Besteck und Gläsern vermeiden! Zwar sterben die Viren ohne Nährfläche an der Luft sehr schnell – auf benutzten Utensilien befindet sich aber normalerweise ein leichter Flüssigkeitsfilm, der ein längeres Überleben der Viren begünstigt.
  • Nicht ins Gesicht fassen! Die Viren können überall lauern. Auf der PC-Tastatur, am Haltegriff in der Bahn oder auf Türklinken. Unbemerkt bleiben die Viren auf der Haut und geraten blitzschnell an die empfindlichen Schleimhäute an Mund, Nase, Auge oder Ohr.
  • Hände waschen! Logisch. Durch regelmäßiges Händewaschen werden Sie nicht nur Dreck, sondern auch zahlreiche Keime und Viren aus dem Alltag wieder los und verhindern deren Verbreitung.

Zu spät – ich habe mich bereits infiziert

Auch mal abschalten!

Schalten Sie auch mal ab: Wer sich bewusst entspannt, wird nicht vom Stress überwältigt und stärkt den Körper.

Trotz Infektion: Keine Panik. Bei vielen Herpes-Patienten bricht das Virus nie oder nur wenige Male aus. Es gibt aber auch Fälle, die regelmäßig mit den nervigen Bläschen zu kämpfen haben. Hier heißt es: Vorbeugen. Mit einigen Tipps im Bewusstsein kann man erneuten Ausbrüchen entgegenwirken.
  • Bewusst entspannen! Stress ist in den seltensten Fällen förderlich. Wer unter andauernder psychischer Belastung steht, ist anfälliger für Herpes. Nehmen Sie ein warmes Bad, gönnen Sie sich Zeit für sich, versuchen Sie, gut zu schlafen – Ihr Körper wird es Ihnen danken.
  • Das Immunsystem stärken! Das Herpes-Virus nutzt immer dann seine Chance, wenn der Körper geschwächt ist – sei es durch eine nahende Erkältung oder Menstruationsbeschwerden. Ein Mittel, das wirklich hilft: Zink! Als wichtiges Spurenelement unterstützt es die Immunabwehr. Das hilft gegen Erkältungen – und gegen Herpesausbrüche.
  • Lippen pflegen! Herpes verbreitet sich besonders gut auf angeschlagener und rissiger Haut. Pflegen Sie also Ihre Lippen, um einen Ausbrauch zu vermeiden. Neurodermitis-Patienten sollten auch auf spröde Hautstellen Acht geben. Übrigens: Auch UV-Strahlen begünstigen einen Herpesausbruch. Schützen Sie Ihre Lippen im Sommer!

Es kribbelt – und ein wichtiger Termin steht an

Versteckspiel

Versteckspiel: Lassen Sie sich nicht von den Bläschen stressen! Mit etwas Selbstbewusstsein fällt es gleich weniger auf.

Bei aller Vorsicht: Manchmal lässt sich ein erneuter Ausbruch des Viruses einfach nicht verhindern. Meistens spüren wir das erste Kribbeln und Spannen genau zum falschen Zeitpunkt: Ein Vorstellungsgespräch, die Hochzeit der besten Freundin oder das lang erwartete Wiedersehen mit dem Partner in einer Fernbeziehung! Die traurige Wahrheit: Einmal ausgebrochen, muss man alle Stufen der Krankheit durchlaufen. Jetzt heißt es: Aktiv für einen schnellen Heilungsprozess sorgen! Und auch optisch ist viel möglich.
  • Beim ersten Kribbeln: Auch wenn die Wirkung nicht so stark ist, wie einst erhofft: Antivirale Salben helfen, die Verbreitung der Bläschen zu stoppen. Viele Patienten geben an, einen Ausbruch der Krankheit komplett mit Salben zu verhindern. Hierfür tragen Sie die Produkte bereits beim ersten Spannen der Lippen mehrfach täglich auf – später haben diese Produkte keine Wirkung mehr. Auch Tabletten mit antiviraler Wirkung sind in Apotheken erhältlich.
  • Die richtige Pflege: Prinzipiell gilt: Die Bläschen lieber trocken halten, als sie mit regulären Produkten zu pflegen. Austrocknen, beispielsweise mit Zahnpasta kann sogar hinderlich sein. Ein bewährtes Hausmittel ist Honig! Es wirkt antiviral und pflegend. Im Idealfall greifen Sie zu Honig von mittelfester Konsistenz – er ist leicht aufzutragen, verläuft aber nicht. Auch können Zinksalben ergänzend bei der Wundheilung helfen.
  • Hände weg! Die Bläschen niemals ausdrücken, die Kruste niemals eigenständig entfernen! Das verzögert den Heilungsprozess und begünstigt die Vermehrung der Viren.
  • Versteckspiel: Herpes gut sichtbar auf den Lippen zu tragen ist unangenehm und für viele ein großer Stressfaktor. Hier helfen Pflaster, wie beispielsweise Compeed: Sie sind quasi unsichtbar und glätten die Struktur der Bläschen. Nur mit einem solchen Pflaster ist auch Lippenstift erlaubt. Aber Vorsicht: Die Pflaster müssen sich nach dem Tragen von allein lösen – sonst besteht die Gefahr, die Wunde wieder aufzureißen. Am Ende der Lebensdauer eines Pflasters, sieht das schon mal etwas unästhetisch aus.
  • Selbstbewusstsein: Selbst, wenn sich der Herpes bereits gut sichtbar verbreitet hat: Zeigen Sie sich selbstbewusst! Sie selbst finden den Herpes immer am schlimmsten – alle anderen schauen im Zweifelsfall gar nicht hin. Wenn Sie dennoch ablenken möchten: Stylen Sie sich etwas extravaganter als sonst, dann sind Ihnen die Blicke sicher – nur eben nicht auf den Lippen!
Achtung: Zum Auftragen von Produkten immer Wattestäbchen nutzen. Den direkten Kontakt mit Fingern sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. So verhindern Sie eine weitere Ausbreitung der Viren.

Ein Ende in Sicht?

Unverzichtbar: Händewaschen

Unverzichtbar: Händewaschen schützt Sie und andere vor den Viren.

Es ist einfach so: Man kann viel machen, um sich vor Herpes zu schützen. Ist er einmal da, muss man das Beste daraus machen. Aber es gibt Hoffnung: Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, HIV-befallene Zellen in Tieren zu entfernen – auch die im Körper schlummernden Herpes-Simplex-Viren könnten mit dieser Methode bald der Vergangenheit angehören. Bis dahin heißt es aber: Durchhalten!

Produkte gegen Lippenherpes

Erik J. Schulze

von

Technologie ist meine große Leidenschaft. Auf eVivam finde ich heraus, welche Trends es in der Welt des vernetzten Lebens gibt.

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