Schönheitsideal vs. Realität

Viel zu dünn: So müssten Frauen in Games eigentlich aussehen

Egal ob in Serien, Filmen, Werbung oder Videospielen – überall sieht man dasselbe: Superschlank und vollbusig muss Frau sein. Wie Frauen in Videospielen eigentlich aussehen sollten, sehen Sie hier.

Datum:
Bikini-Girl Grand Theft Auto V

Das Bikini-Girl aus GTA V kann sich auch mit realistischen Proportionen sehen lassen.

Schaut man sich in unterschiedlichen Medien um, trifft man immer wieder auf dasselbe Schönheitsideal einer Frau. Doch nur selten entspricht dieses auch der Wirklichkeit. Selbst in Videospielen sehen die weiblichen Charaktere nur in den wenigsten Fällen aus wie die Durchschnitts-Frau. Bulimia.com hat sich einige der bekanntesten Charaktere ausgesucht und sie via Photoshop näher an die Wirklichkeit und weiter weg von Magersucht geholt.

Lara Croft ohne Atombusen

Videospiele werden von Jahr zu Jahr immer realistischer. Bessere Soft- und Hardware erlaubt es den Entwicklern der Wirklichkeit nahe Welten und Charaktere zu erschaffen. Mit wirklichen Körpertypen und -größen haben sie aber weiterhin ihre Probleme. Nur selten erscheint eine fülligere Frau auf dem Bildschirm. Und wenn, dann ist sie meist ein Nebencharakter, nicht die Heldin des Spiels und hat eventuell noch eine eher seltsame Erscheinung. Sehr viel öfter trifft man auf superschlanke Taillen, knackige Hintern und eine große Oberweite. Während Photoshop üblicherweise dazu genutzt wird, die Vorzüge herauszuarbeiten, Makel zu verstecken und Proportionen zu idealisieren, wurde es in diesem Fall genau anders herum genutzt. Was bleibt von Lara Croft übrig, wenn die übertrieben langen Beine und die gewaltige Oberweite in realistische Dimensionen gerückt wird? Das und mehr sehen Sie in der Bildergalerie.

Galerie: Videospiel-Heldinnen: Darf es auch ein bisschen mehr sein?

Ungesunde Schönheitsideale

Die kreativen Köpfe hinter diesem Projekt hatten bei der Photoshop-Spielerei einen Gedanken: Mädchen (und Jungen) wird ein falsches Bild des Frauenkörpers vermittelt. Dieses Schönheitsideal kann besonders bei jungen Mädchen das Selbstbild stören, dafür sorgen, dass sie ihren eigenen Körper unschön finden und ein gestörtes Essverhalten entwickeln. Im schlimmsten Fall führt dieses Verhalten zu einer wie Anorexie oder Bulimie. Darauf möchte das Projekt aufmerksam machen. Das heißt jedoch nicht, dass Jungs nicht davon betroffen sind. Auch männliche Schöhnheitsideale sind meist fernab der Realität. Dennoch kommt es wesentlich öfter vor, dass männliche Charaktere ein Bierbäuchlein haben wie unsere liebsten Comic-Helden, die auf Diät gesetzt wurden, beweisen.

Galerie: So sehen Homer Simpson, Obelix & Co. in schlank aus

Hilfe und Unterstützung

Bulimia.com bietet zudem jede Menge Informationen zu Essstörungen, Therapien und Selbsthilfe. Zu den deutschen Hilfeseiten gehören unter anderem www.hungrig-online.de, www.anad.de und www.magersucht-online.de. Hier findet ihr neben allem Wichtigen zu Krankheit und Selbsthilfe auch Foren, Adressen und Telefonnummern zur Kontaktaufnahme.
Sabine Stanek

von

Lifestyle, Sport und Technik – auf eVivam berichte ich euch von neuen Trends und Gadgets, die unser Leben noch spannender machen.