Ein Trend mit Vorbildcharakter?

Digital Detox – Weg vom Bildschirm!

Auf zu neuer Energie! Digital Detox ist das Fasten der Moderne. Denn der Verzicht auf Smartphone und Co. bringt dich zurück zu dir. Wie erfährst du hier.

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Digital Detox

Digital Detox tankt den Akku wieder auf dank digitaler Entgiftung.

Beim Aufstehen die Mails checken, zwischendurch den Status aktualisieren, dann Skype-Konferenz mit China und Mutti hat was Neues bei Whatsapp geschickt: Der moderne Mensch ist zum Smombie – zum Smartphone-Zombie – geworden. Wer das nicht mehr will, macht einen Digital Detox und übt den digitalen Verzicht. Was ist dran an der selbst gewählten Unerreichbarkeit?
Wie bei jeder Entgiftungskur geht es auch beim Digital Detox nur ganz oder gar nicht. Das bedeutet: Smartphone aus, Rechner aus, Accounts für ein paar Tage dicht. Der Trend Digital Detox kommt aus dem Herzen der Technik, dem Silicon Valley. Gestresste Manager und Mitarbeiter strömen seit einiger Zeit in Digital Detox-Camps, in denen alles verboten ist, was Strom oder Empfang braucht. Inzwischen bieten auch deutsche Veranstalter solche Camps an und erhalten guten Zulauf. Aber muss es gleich (teures) digitales Fasten in der Einöde sein? Funktioniert Digital Detox nicht auch daheim?

Digital Detox für Zuhause – Gegen den FOMO-Effekt

Die Netzgemeinde hat längst das passende Akronym für den Grund gefunden, warum wir ständig am Bildschirm hängen. Sie nennt es "Fear Of Missing Out", kurz FOMO. Weil wir ständig Angst haben, etwas zu verpassen, checken wir in jeder freien (und nicht freien) Sekunde, was unsere Freunde, Follower und Fans so treiben. Das setzt viele von uns unter Stress, schließlich will man erstens informiert sein, zweitens sein Voyeur-Gen ausleben und drittens mit eigenen Postings und Updates für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Likes und Klicks sind zur wahren Währung des Internets geworden und wer davon nicht genug bekommt, ist ein Kandidat für das Digital Detox. Aber geht das überhaupt, einfach mal für eine Woche den Stecker zu ziehen? Ja, das geht.

Digital Detox und die Selbstwahrnehmung

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, ist ein großer Teil aller Nachrichten, Mails oder Updates unwichtig. Süße Katzen-GIFs oder der Link zum letzten Beyoncé-Video haben keinen Einfluss auf dein Leben und verschwenden deine Zeit. Was ist mit den Job-Mails? Wenn sie dir nicht das Wochenende ruinieren, haben sie mit Digital Detox nur insofern etwas zu tun, als dass du deine Entgiftungswoche auf den Urlaub legen solltest. Denn sonst kann es tatsächlich passieren, dass du etwas Wichtiges verpasst.
Bevor du mit dem Digital Detox beginnst, solltest du deine digitalen Kontakte über dein Vorhaben in Kenntnis setzen. Nicht dass jemand auf die Idee kommt, du könntest ihn nicht mehr leiden. Für den Notfall (und wirklich nur dafür!) kannst du deine SIM-Karte in ein altes Handy (kein Smartphone) stecken und so wenigstens für die engsten Freunde und zum Verabreden toller Aktivitäten erreichbar sein.
Denn beim Digital Detox geht es darum, zu entdecken, wie toll das Leben hinter dem Bildschirm ist. Suche dir also Ablenkung für die Woche und unternimm möglichst viel. Wir haben uns schon so sehr an die Smartphone-Welt gewöhnt, dass wir oft mit uns nichts anzufangen wissen. Und dann kommt es zu digitalen Entzugserscheinungen.

Fazit zum Digital Detox

Die bekämpfst du mit Lesen, Sport, Tanzen, Reden, Kochen, Heimwerken und all den Dingen, die du schon immer machen wolltest. Du wirst begeistert sein, wie viel du pro Tag schaffst, wenn das Handy nicht ständig piept. Und: Studien belegen, dass du besser schläfst, wenn alle Bildschirme aus dem Schlafzimmer verbannt sind. Nach der Woche fühlst du dich freier und erfüllter. Es lohnt sich, den Digital Detox mehrmals im Jahr zu praktizieren. Keine Sorge, du verpasst nichts.

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