Das hält was aus

Kyocera Torque: Test des robusten Outdoor-Handys

Das Outdoor-Smartphone Kyocera Torque sieht verhältnismäßig schick aus und hat eine Menge innovativer Funktionen auf Lager.

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Kyocera Torque

Als echtes Outdoor-Smartphone widersteht das Kyocera Torque nicht nur Staub und Wasser, sondern auch Druckkräften.

Ja, ein Samsung Galaxy S5 oder Sony Xperia Z3 ist wasserfest und übersteht auch mal einen Sturz, doch dafür ist es nicht konzipiert. Wer viel draußen unterwegs ist, auf der Baustelle aktiv oder sein Smartphone eben „nicht so sorgsam“ behandelt, der könnte am Kyocera Torque Gefallen finden. Es ist robust, hat eine ordentliche Hardware-Ausstattung und eine 8-Megapixel-Kamera. Aber hält es auch, was das Datenblatt verspricht? eVivam hat das Torque einem Praxis-Test unterzogen.

Design

Das Torque liegt gut in der Hand. Die griffige Gummierung im unteren Bereich sorgt für einen sicheren Halt. Davon könnte sich auch das Apple iPhone 6 eine Scheibe abschneiden, das vielen deutlich zu glatt ist. Dabei besteht das Design des Torque aus mehreren Teilen: Der obere Bildschirm-Rahmen ist glatt und verschraubt, der untere angeraut. Unter dem Display sitzen ähnlich wie beim Samsung Galaxy S4 Active drei echte Tasten zur Steuerung. Auch die Rückseite mischt unterschiedliche Oberflächen: Der obere und untere Bereich besteht aus texturiertem griffigem Gummi, der Mittelteil hingegen aus angerautem Plastik. In Zeiten von Touchscreens sind Knöpfe meist Mangelware – nicht so beim Torque: Stolze neun Knöpfe stehen zur Bedienung bereit. Neben den drei Google-Tasten gibt es noch die Tasten für die Lautstärke und zum Einschalten, eine Kamera-Taste, eine Schnellstart-Taste und eine Taste zur Stummschaltung.

Galerie: Kyocera Torque: Robust und innovativ

Technische Daten

Kyocera setzt auf einen Snapdragon 400 als Prozessor. Dieser sorgt mit vier Kernen bei je 1,4 GHz für ein flottes Tempo. Im ersten Praxis-Test ließen sich keine Ruckler oder Verzögerungen feststellen. Die Japaner geizen auch beim Speicher nicht: Der Arbeitsspeicher ist mit 2 GB üppig bemessen und der interne Speicher fasst bis zu 12 GB – wem das nicht reicht, der packt einfach eine microSD-Speicherkarte in den entsprechenden Schacht. Überraschend hell und kontrastreich ist der 4,5 Zoll große Bildschirm. Er löst zwar nur mit moderaten 1280x720 Pixeln auf, doch das fällt bei normaler Nutzung nicht auf.

Kamera

Kyocera Torque

Das Gerät ist auch mit normalen, dicken Handschuhen zu bedienen.

Die Kamera kommt gut mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen zurecht und erkennt zuverlässig Kunst- und Sonnenlicht. Doch die Qualität der 8-Megapixel-Kamera reicht allenfalls für bessere Beweisfotos: Es mangelt den Bildern an Details, während starkes Farbrauschen sichtbar ist. Die Frontkamera hingegen zeigt verhältnismäßig viele Details, doch auch hier stört das grobe Farbrauschen.

Outdoor-Fähigkeiten

Das Torque überzeugt mit einigen innovativen Funktionen: Die Lautsprecher-Öffnung fehlt, stattdessen ist das gesamte Gehäuse ein großer Lautsprecher. Das soll dafür sorgen, dass man selbst durch einen Gehörschutz oder einen Motorradhelm noch alles hört. Im Test funktionierte das auch überraschend gut. Außerdem ist der Bildschirm sowohl drucksensitiv als auch touch-empfindlich. Damit ist selbst dann noch eine Bedienung möglich, wenn man dicke Handschuhe trägt.

Einschätzung: Kyocera Torque

Das Torque hinterlässt einen sehr guten Eindruck: Die Bedienung ist flüssig, der Bildschirm klar und kontraststark und das Design gefällt mit durchdachten Tasten. Allerdings versagt die Kamera im Test durch schwache Detailwiedergabe und starkes Farbrauschen. Insgesamt wirkt das Kyocera Torque besser als viele andere Outdoor-Smartphones und scheint sich für den beruflichen Einsatz auf der Baustelle oder in unwegsamem Gelände zu eignen. Das Kyocera Torque gibt es für rund 385 Euro zu kaufen (Amazon, Stand: 27.05.2015).

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