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Wischkultur – die Geschichte des Toilettenpapiers

Die Geschichte des Toilettenpapiers ist gepflastert mit Scherben, Hühnern und Fingern. Zum Tag des Toilettenpapiers rollt eVivam die Geschichte von hinten auf.

Datum:
Toilettenpapier

Ein Muss nach dem Müssen.

Am 26. August ist Tag des Toilettenpapiers. Diesen Anlass nutzt Feuchttuch-Hersteller Albaad dazu, um darauf aufmerksam zu machen, dass es sich bei der Toilette nicht um einen Abfalleimer handelt. Die falsche Entsorgung von Hygieneartikeln in der Toilette sorgt für Verstopfungen in Kläranlagen und somit hohe Kosten. Nur Toilettenpapier und feuchtes Toilettenpapier, das entsprechend gekennzeichnet ist, eignet sich für die Entsorgung über die Toilette. Andere Artikel wie Baby-, Kosmetik-, und Reinigungstücher sowie Damenbinden und Tampons, sind nicht über die Keramikschüssel zu entfernen, da diese aus reißfesten Polyesterfasern bestehen, die sich im Wasser nicht auflösen. Auch Speisereste gehören nicht ins Klo.

3P: Only flush poo, pee and paper

Albaad weist auf die „3P-Policy“ aus Großbritannien hin: „Only flush poo, pee and paper“. Frei übersetzt heißt das, dass man lediglich Toilettenpapier und menschliche Ausscheidungen die Toilette herunterspülen soll. Ob es sich bei dem Papier um trockenes oder feuchtes handelt, ist jedem selbst überlassen. Konkret gekennzeichnetes feuchtes Toilettenpapier ist nämlich so konzipiert, dass es sich im Wasser auflöst.

Die Geschichte des Toilettenpapiers

Haben Sie gewusst, dass die Toilettenpapierrolle wie wir sie kennen, gerade einmal um die 100 Jahre alt ist? Erst Ende des 19. Jahrhunderts stellte die Scott Paper Company in Philadelphia das Papier auf Rollen her. 1928 folgte dann der deutsche Hersteller Hakle. Doch davor haben sich unsere Vorfahren einiges an Reinigungsmethoden einfallen lassen.

Von Scherben, Fingern, Hühnern und Stroh ...

Während die Menschen im antiken Griechenland Steine und Tonscherben zum Abwischen nutzten, verwendeten die Römer ihre Finger und später Stöcke an denen sie Schwämme befestigten. Die Germanen suchten sich weniger unangnehme Gegenstände und versuchten es mit Stroh und Laub.
Besonders im Mittelalter experimentierten die Bürger mit allem, was sie zu fassen bekamen. Neben Lumpen, Moos, Holzspänen und Leinwandfetzen, sollen sie angeblich auch Hühner und Gänse zweckentfremdet haben.

Legenden des alten Chinas

Auf die Idee, Papier zu benutzen kamen zuerst die Chinesen. Im sechsten Jahrhundert gehörte es jedoch noch zu den kostbaren Gütern, weswegen es den Kaiserfamilien vorbehalten war. Eine Massenherstellung soll es erst im 14. Jahrhundert gegeben haben. Im 16. Jahrhundert verbreitete sich die Verwendung von minderwertigem Papier auch in Deutschland.

Innovation aus den Staaten

Das erste industriell hergestellte Toilettenpapier entwickelte der US-Amerikaner Joseph Gayetty 1857. Dabei handelte es sich um eine Schachtel in der sich einzelne Blätter befanden, die man zuvor in Aloe-Vera-Extrakte tränkte und mit dem Namen des Erfinders bedruckte. Seine Erfindung fand allerdings nur wenig Zuspruch, denn Mediziner der damaligen Zeit lehnten es ab und dem Otto Normalverbraucher war es zu teuer.
Ende des 19. Jahrhunderts schaffte es das Toilettenpapier dann in Form von Rollen seinen Durchbruch auf dem Markt.

Toilettenpapier

Sabine Stanek

von

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