Geräteentwicklung

Nintendo bastelt an kabellosem Schlafsensor

Besser schlafen statt Nächte durchzocken: Videospielentwickler Nintendo tüftelt an einem kabellosen Gerät, das Schlafdaten analysiert.

Datum:
Möglicher Prototyp des Schlafsensors

So könnte der Schlafsensor, den Nintendo zusammen mit Resmed entwickelt, aussehen.

Beim Namen Nintendo denken viele eher an durchgezockte Nächte an der Wii U als an tiefen Schlaf. Das soll sich in Zukunft ändern: Der japanische Videospielentwickler möchte seine Kunden bald auch zu ruhigen Nächten verhelfen. Nach eigenen Angaben forscht der Konzern hierfür an einem Gerät, das Schlafphasen aufzeichnet und analysiert.

Kein Kabelsalat im Bett

Der Schlaf-Tracker soll ohne Kabelsalat auskommen: Den Schlaf-Tracker befestigt der Nutzer nämlich nicht am Körper, sondern stellt ihn einfach neben dem Bett auf. In der Nacht zeichnet das Gerät per Mikrowellensensor Körperbewegungen, Atemrhythmus und Herzfrequenz auf und wertet die Daten danach aus. Auf Basis dieser Ergebnisse erhält der Kunde dann von Nintendo Tipps zur gesunden Ernährung und zu optimalen Schlafzeiten.

Schlafdaten im Abo

Wer seine Schlafdaten auswerten lassen und von den Tipps profitieren möchte, muss ein Abo bei Nintendo abschließen. Wie dieses Abrechnungsmodell genau funktionieren und wie teuer der Dienst sein soll, ist noch unbekannt. Für den kabellosen Schlafsensor arbeitet Nintendo mit dem US-Unternehmen Resmed zusammen, das unter anderem auf Produkte zur Behandlung von Schlafstörungen spezialisiert ist. Der Schlaf-Tracker soll spätestens Anfang 2016 auf den Markt kommen.

Weitere Gesundheitsgadgets?

Nintendo will zukünftig verstärkt auf das Thema Gesundheit setzen. Dafür gründeten die Japaner unter dem Namen Quality of Life eine Unternehmenssparte, in der sie neue Geräte und Anwendungen entwickeln. Wie Apple, Microsoft oder Samsung könnte also bald auch der Wii-Erfinder Gadgets vertreiben, die mehr als nur Spaß machen.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.