Fitter, gesünder, glücklicher

Digital Detox: So schaffst du die digitale Entschlackung!

Fitter, gesünder und glücklicher mit Digital Detox! Gönn dir eine digitale Entgiftung und tu deinem Geist und Körper etwas Gutes.

Datum:
Digital Detox

Man muss nicht gleich Einsiedler werden, um die digitale Entschlackungskur zu genießen.

Wie oft hast du heute schon auf dein Smartphone geschaut? Liegt es in Reichweite? Wahrscheinlich. Ein bis zwei Stunden verbringen die meisten mit ihrem Smartphone – am Tag. SMS, Mails, Anrufe, Push- und Messenger-Nachrichten – noch nie waren wir so gefragt wie heute. Wir MÜSSEN da ran. Wir MÜSSEN wissen, was da gerade los. MÜSSEN wir wirklich? Wohl kaum. Die Technik kontrolliert schon längst unseren Alltag. Und das ist gar nicht so gut für uns. Wir sind unkonzentrierter, vertrödeln Zeit mit unwichtigen Dingen, werden unzufriedener, bekommen Schlafprobleme, Angstzustände, sogar Depressionen. Es wird also Zeit, dass wir lernen, den Bildschirm einfach einmal Schwarz zu lassen. Digital Detox, nennt sich das dann. Und das ist eine kleine Herausforderung. Denn wir sind fast schon süchtig nach Informationen, danach, „gebraucht” zu werden. Und wir lechzen nach digitaler Aufmerksamkeit. Das alles ändern wir jetzt!

Schluss mit Push-Nachrichten

Es gibt nichts, was mehr nach Aufmerksamkeit schreit als Push-Nachrichten. Sie signalisieren dir: Wir sind wirklich mächtig wichtig. Sind sie nicht. Erster Schritt beim Digital Detox: Push-Nachrichten abschalten! Facebook, Instagram, Pinterest, Dating-Apps und auch News-Seiten – was ist davon so lebenswichtig, dass du bei allem davon gestört werden solltest? Nichts. Also Schluss damit! In den jeweiligen App-Einstellungen kannst du Benachrichtungen deaktivieren. Wenn du nicht gleich auf alles verzichten willst, fange bei ein, zwei Apps an und arbeite dich dann zu den „wichtigen” vor. Setze dir eine bestimmte Zeit, nach der du die Apps auf Benachrichtungen kontrollieren darfst, z.B. alle halbe oder ganze Stunde. So gelingt ein sanfter Ausstieg aus dem Nachrichtenwahn bis du schließlich endlich wieder die volle Kontrolle über deine Technik hast – und nicht umgekehrt.
Digital Detox -  Entspannen

Aufwachen ist entspannter, wenn das Smartphone nicht direkt neben dem Bett liegt.

Entspanntes Aufwachen

Ist dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass dich die Weckerfunktion deines Handys stresst? Viele von uns haben das Smartphone direkt neben dem Bett liegen – in Greifnähe. Warum eigentlich? Damit wir „erreichbar” sind? Wozu? Allein das Gefühl, dass stets ein „Notfall” kommen könnte, beeinflusst unser Gemüt. Mit einem traditionellen Wecker – oder einem Lichtwecker – wachst du viel sanfter auf und startest entspannter in den Tag. Du musst nicht sofort nach dem Aufwachen deine Mails checken. Auch Instagram kann warten. Wie viele Likes du für ein Foto bekommen hast, ist unwichtig. Leg das Handy in eine Schublade oder ins Nachbarzimmer. Dort dürfen gerne ungehindert irgendwelche Nachrichten eintrudeln, während du dich auf etwas Wichtigeres konzentrierst: entspannt ein- und durchschlafen.
Digital Detox - Fitness

Workout wird effektiver, wenn unser Kopf nicht ständig ums Handy kreist.

Konzentrierte Workouts

Das Handy ist schon wirklich praktisch. Gerade beim Workout möchten wir unsere Spotify-Playlist nicht mehr missen. Doch mit dem Smartphone schleichen sich auch Nachrichten und Anrufe in unser Workout. Das lenkt ab. Die Motivation schwindet, die Gedanken kreisen um alles, nur nicht ums Workout. Das kann sogar dazu führen, dass du nicht so viele Durchläufe schaffst oder ein Training sogar vorzeitig beendest. Der Schweinehund scheint plötzlich unglaublich groß. Ist er nicht. Nur bist du nicht bei der Sache. Also: Flugmodus an! Dann musst du nicht auf deine Playlist verzichten – viele Musik-Apps haben einen Offline-Modus – und kannst dich trotzdem optimal auspowern. Dein Körper wird es dir danken.
Digital Detox - Lesen

Einfach mal offline genießen – ob Buch, Zeitschrift oder ein Spaziergang – die Erholung ist spürbar.

Weg damit!

Wie werden wir unsere Smartphone-Abhängigkeit los? Indem wir das Handy ganz weglegen. Also gut: Fang damit an, einzelne Apps komplett abzuschalten – einen ganzen Tag lang. Am besten eignet sich hierfür das Wochenende. Oder mach z.B. einen facebookfreien Freitag. Überlege dir, warum du Smartphone, Tablet oder Desktop-Computer so häufig nutzt, obwohl du es nicht müsstest. Was ist das Besondere an einer App, die du mehrmals am Tag checkst? Magst du die vielen tollen Bilder auf Instagram? Dann geh an deinem „freien” Tag doch raus und mach selbst Fotos. Schaffe dir deinen eigenen Offline-Filter, bei dem du deine Online-Leidenschaften in alltägliche Erlebnisse umwandelst – egal ob das Malkurs, Yoga, Basteln oder einfach mal wieder ein Kaffee mit Freunden sind.
Digital Detox - Nachrichten

Reizüberflutung durch Benachrichtungen – das zerrt auf Dauer an den Nerven.

Der Notfall-Plan

Unsere Abhängigkeit vom Smartphone macht uns weis, dass wir ohne irgendetwas verpassen würden. Damit du tatsächlich nichts Wichtiges verpasst, kannst du einen kleinen Notfall-Plan einsetzen. Sage Freunden und Familie wann und wie lange du offline bist und wie du dennoch erreichbar bist, z.B. übers Festnetz oder abends per E-Mail über den Laptop. So stellst du sicher, dass du in einem echten Notfall doch erreichbar bist und musst dich darum nicht sorgen. Definiere dabei, was ein Notfall wirklich ist. Noch mal schnell eine Flasche Cola auf dem Weg mitbringen, ist es nicht! Und denk immer daran: Das, was andere dir über Social Media zeigen, sind höchstwahrscheinlich ihre Highlights, vielleicht sogar konstruierte Highlights. Kein Leben ist so smooth wie ein Instagram-Filter.

Detox Tee

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.