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Was hilft bei Muskelkater? Tipps!

Muskelkater ist äußerst unangenehm, wenn die Muskeln schon bei der geringsten Bewegung schmerzen. Doch was hilft bei Muskelkater – und was nicht?

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Was hilft bei muskelkater?

Eine kleine Pause und dann langsam weitermachen – das hilft bei Muskelkater.

Muskelkater kennt wohl jeder, der schon einmal zu viel gesportelt hat. Auch bei Sportanfängern oder kleinen Faulpelzen, die nach langer Zeit wieder mit dem Sport anfangen, ist Muskelkater meist vorprogrammiert: Die Muskeln schmerzen und fühlen sich hart an, wenn Sie sich auf einmal ungewöhnlich stark anstrengen oder ungewohnte Körperbewegungen vollführen. Wer normalerweise im Flachland joggt und im Urlaub plötzlich auf Berge rennt, muss sich über den Muskelkater nicht wundern. Das Gleiche gilt für Menschen, die im Fitnessstudio von heute auf morgen schwere Gewichte stemmen. Vor allem in den Beinen zeigt sich der Muskelkater oft - und dort ist er auch besonders schmerzhaft. Meist spüren Sie den Muskelkater nicht sofort, sondern erst ein bis zwei Tage nach dem Sport. Bis zu einer Woche dauern die Muskelschmerzen manchmal an. Was hilft bei Muskelkater? Die besten Tipps, wie Sie den Heilungsverlauf unterstützen und dem Muskelkater Beine machen!

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Was hilft bei Muskelkater? Den Muskeln Ruhe gönnen!

Wer Muskelkater hat, gönnt sich besser eine Ruhepause und belastet die geschädigten Muskelpartien nicht weiter durch intensiven Sport. Gehen Sie also keinesfalls am nächsten Tag wieder joggen, wenn Sie Muskelkater haben. Denn die feinen Risse in den Muskelfasern, die den Muskelkater vermutlich auslösen, brauchen Zeit, um auszuheilen. Setzen Sie sich aber auch nicht auf die Couch, sondern trainieren Sie Ihre Muskulatur vorsichtig weiter, bis die Muskelschmerzen vollständig abgeklungen sind. Schonende Bewegungsarten bei Muskelkater sind Spaziergänge, Lockerungsübungen, Schwimmen, Aquajogging oder leichtes Radfahren, etwa mit dem eBike. Zwei Tage nach dem Verschwinden des Muskelkaters beginnen Sie wieder mit maßvollem Training.

Muskelkater: Was hilft, ist Wärme!

Wärme ist ein gutes Mittel gegen Muskelkater. Die meisten Menschen empfinden Wärme als wohltuend für ihre Muskeln. Sie lockert die verhärteten Muskeln, lindert die Schmerzen, kurbelt die Durchblutung an und fördert die Heilung. Wärme führen Sie am besten in Form von Güssen, Bädern (z.B. Moorbäder, Badezusätze mit Rosmarin, Fichtennadeln, Eukalyptus) oder warmen Auflagen zu. Auch der Gang in die Sauna vertreibt den Muskelkater schneller. Gut sind auch durchblutungsfördernde Mittel, zum Beispiel Arnika oder Franzbranntwein. Sie stoßen Heilungsprozesse an.

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Was hilft gegen Muskelkater: Schmerzmittel

Ein schwerer Muskelkater beeinträchtigt den Alltag und das Wohlgefühl. Setzen die Muskelschmerzen Ihnen zu heftig zu, nehmen Sie ein Schmerzmittel gegen Muskelkater ein. Geeignet sind Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), die es in niedrigen Dosierungen rezeptfrei in der Apotheke oder im Internetversandhandel gibt. Wirkstoffe aus dieser Gruppe sind beispielsweise Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen oder Acetylsalicylsäure (ASS). Nehmen Sie diese Schmerzmittel aber nur kurzfristig ein, denn Sie verursachen langfristig Nebenwirkungen. Sie schlagen zum Beispiel auf den Magen.

Was hilft bei Muskelkater nicht?

Ein klassischer Muskelkater-Tipp sind Massagen, welche die Muskeln lockern. So transportiert der Körper angeblich Schadstoffe und Abfallprodukte besser aus den Muskeln und Geweben ab. Doch bei Muskelkater ist eine Massage eher kontraproduktiv, weil die „Arbeit“ an den Muskeln die ohnehin schon geschädigten Muskelfasern weiter strapaziert. Auch von Dehnübungen gegen Muskelkater lassen Sie aus dem gleichen Grund besser die Finger.

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Die gute Nachricht ist: Der Muskelkater heilt von selbst innerhalb weniger Tag aus. Ein Arztbesuch ist nicht nötig, wenn der Grund für die Muskelschmerzen eindeutig dem exzessiven Sport zuzurechnen ist.
Tipp! Einem Muskelkater vorbeugen gelingt am besten, wenn Sie langsam mit dem Training beginnen und die Belastung schrittweise steigern! So gewöhnen Sie Ihren Körper an die ungewohnten Strapazen. Beanspruchen Sie Ihre Muskeln beim Training auch nicht übermäßig - dann erübrigt sich die Frage: Was tun bei Muskelkater?

Arnika-Salbe gegen Muskelkater

Ingrid Müller

von

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