„Hauchen Sie mich mal an!”

Tabuthema Mundgeruch: So wirst du ihn endlich los!

Das Problem Mundgeruch ist weit verbreitet. Aber es ist nichts, wofür man sich schämen muss. eVivam erklärt, woher er kommt und welche Therapien hilfreich sind.

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Mundgeruch

Mundgeruch war früher ein Tabuthema. Mittlerweile gibt es genug Möglichkeiten, um das lästige Problem zu bekämpfen. Das hier gezeigte gehört sicher nicht dazu.

Um schlechten Atem zu bekämpfen, gibt es Mittel, die dauerhaft Hilfe gegen Halitose – so der medizinische Fachbegriff – bieten. Um das richtige Mittel zu finden, muss man den Ursachen auf den Grund gehen. Auch wenn 80-90 Prozent der Betroffenen aufgrund von Mundbakterien unter Atemgeruch leiden, gibt es auch andere Auslöser, gegen die Zähneputzen und eine ausgiebige Mundgesundheit nur bedingt helfen. Wir erklären, wie du der Ursache auf den Grund gehst, um die Symptome langanhaltend zu bekämpfen.

Galerie: Alles was du zum Thema Mundgeruch wissen musst

Mundgeruch – Die Ursachen

In der Regel entsteht Mundgeruch – wie der Name schon sagt – im Mundraum. Der Auslöser sind anaerobe Bakterien, die sich auf der Zunge tummeln und beim Verdauungsprozess Schwefelverbindungen, sogenannte Sulfide, ausscheiden. Diese Bakterien erfüllen entscheidende Verdauungsfunktionen. Eine gewisse Anzahl ist daher gesund. Wer allerdings zu viele davon beherbergt, riskiert übel riechenden Geruch. Um den Bakterien keinen zusätzlichen Nährboden zu geben, ist eine gute Mundhygiene wichtig, um Mundgeruch vorzubeugen. Doch nicht immer ist das Problem dadurch gelöst. Die winzigen Vertiefungen in der Zunge, in denen sich Nahrungsrückstände sammeln, Essensreste in Zahnzwischenräumen, Parodontose, Karies, Brücken und Kronen können ebenso Ursache sein, wie Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, ein kranker Magen, das Zwerchfell, Bakterienansammlungen in den Mandeln (sogenannte Mandelsteine) oder Diabetes. Auch bei einer strengen Diät oder Fastenkur dünstet der Körper über die Mundschleimhaut Gerüche aus. Wer seinen Mundgeruch durch penible Mundhygiene nicht in den Griff bekommt, sollte daher einen Arzt aufsuchen, um schlimmere Krankheiten auszuschließen.

So bekämpfst du Mundgeruch

Du siehst also: Nur, wenn du weißt, woher der Mundgeruch kommt, kannst du ihn gezielt bekämpfen. Wenn du unsicher bist, können dir sowohl dein Zahnarzt, als auch dein Hausarzt dabei helfen, die Ursache zu erkennen. Bei schwerwiegenden Erkrankungen wie einem gebrochenen Zwerchfell, einer unerkannten Zuckerkrankheit oder einer Über- oder Untersäuerung des Magens wird mit der anschließenden Behandlung auch das Symptom Mundgeruch zurückgehen. Liegt die Ursache wie bei fast allen in der fehlenden Mundhygiene, sind folgende Tipps Gold wert:
  • Intensive Reinigung der Zunge mithilfe eines Zungenschabers
  • Reinigung der Zahnzwischenräume mithilfe von Zahnseide, Interdentalbürstchen oder AirFloss
  • Antibakterielle Mundspülung
  • Viel trinken
  • Bei Erkältung auf Nasenspray zurückgreifen, um die Austrocknung der Mundhöhle zu unterbinden
  • Eine Mandeloperation beugt Mandelsteinen vor

Hausmittel gegen Mundgeruch

Wer nicht zu Medikamenten greifen möchte, wird im Haushalt fündig. Hier finden sich allerlei Hausmittel, die eine Hilfe gegen Mundgeruch sind. So wird empfohlen, Apfelessig in Wasser aufzulösen (Mischverhältnis: 1 TL auf ein Glas) und anschließend zu trinken. Auch in Wasser aufgelöstes Teebaumöl, Salbeitee und Milchprodukte unterstützen die Mundflora. Nelken beugen Zahnfleischentzündungen vor, während Fenchel, Kümmel und Anis schlechten Atem neutralisieren. Dasselbe gilt für Spinat. Auch Pfefferminz sorgt für frischen Atem. Wer ein akutes Problem hat – etwa aufgrund von Knoblauch oder Zwiebeln – findet in Petersilie, Thymian oder Dill einen schnellen Helfer. Alkohol- und Zigarettengeruch neutralisiert man dagegen am ehesten mithilfe von Kaffee. Darüber hinaus gibt es in Drogerien und Apotheken diverse Mittel, die mithilfe antibakterieller Inhaltsstoffe die Ursachen für Mundgeruch bekämpfen und so für frischen Atem sorgen.
Antje Wessels

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Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.