2 Schlaf-Tipps, die du kennen solltest

Durchschlafen: So bringst du es deinem Körper bei!

Durchschlafen – aber wie? Wichtig ist hier vor allem eine gesunde Schlafhygiene. Denn der Körper lernt, wie wir uns verhalten und was wir wann von ihm wollen.

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Durchschlafen mit besserer Schlafhygiene

Durchschlafen kann der Körper lernen. Mit ein paar Tricks bringen wir es ihm bei.

Durchschlafen will gelernt sein. Nicht einfach nur ein Spruch. Denn die meisten von uns können viel dafür tun, damit wir den Schlaf bekommen, den wir benötigen, um am nächsten Morgen wieder fit zu sein. Wie? Mit einer gesunden Schlafhygiene. Die kommt bei den meisten von uns immer öfter zu kurz und ist damit eine der Hauptursachen für Schlaflosigkeit.

Warum wir nicht durchschlafen

Stress, schwere Mahlzeiten, eine schwache Blase – ganz typische Ursachen für Schlaflosigkeit. Unser Körper befindet sich dann nicht im Entspannungsmodus, so wie er es nachts sein sollte. Wir haben Angst vor einer Prüfung, checken spät noch E-Mails, knabbern noch ein paar Nüsse – die sind ja gesund. Doch all das belastet unseren Körper, schaltet unser Gehirn wieder an. Unserer biologischen Uhr signalisieren wir damit, dass noch nicht Schlafenszeit ist. Das falsche Signal zur falschen Zeit. Ganz schlimm: Im Bett arbeiten oder essen. Das macht das Bett zum Büro, zur Küche, zum Wohnzimmer. Ebenfalls: Ein falsches Signal an den Körper.

Galerie: 7 beliebte Schlaftracker, die dir beim Durchschlafen helfen

Durchschlafen mit einer guten Schlafkultur

Unser Körper ist in vielerlei Hinsicht einfach gestrickt. Er merkt sich, wann es dunkel wird, wann wir normalerweise ins Bett gehen und warum wir das machen. Erster Schritt zum Durchschlafen ist daher immer: Das Bett muss vom Körper als Schlafstätte anerkannt werden. Also: Keine Mails checken, keine Präsentationen und keine Pizza-Gelage. Unsere biologische Uhr ist ein Einfaltspinsel. Sie erkennt nicht, dass wir mal früher, mal später ins Bett ins Bett gehen, daher ist regelmäßiger Schlaf zur gleichen Zeit wichtig.

Wer durchschlafen will, muss trainieren

Es ist vollkommen normal, hin und wieder aufzuwachen. Die meisten schlafen allerdings binnen weniger Minuten wieder ein. Wichtig: Nicht genervt darauf reagieren, sondern sich selbst mit positiven Gedanken wieder einlullen. Denke also: Ach, wie gemütlich! Eine große Hilfe sind feste Rituale: das kann das Hörspiel zum Einschlummern sein, ein Schlaftee, der beruhigt. Aber auch Meditation- oder Schlaf-Apps helfen dabei, den Geist runterzufahren. Auch ein Buch mit leichtem Inhalt kann beim Einschlafen unterstützen und für positive Gedanken sorgen. All das wird nicht sofort wirken. Der Körper benötigt schon ein paar Tage bis Wochen, um aus dem Ritual eine Schlaf-Routine zu machen. Damit fällt auch das Durchschlafen leichter.
Besser schlafen und durchschlafen

Durchschlafen mit kleineren Unterbrechungen ist völlig normal. Was du sonst machen kannst, lies hier: Besser schlafen – so hast du eine erholsame Nacht.

Durchschlafen mit dem „Was wäre wenn“-Trick

Wer sich selbst eine positive Schlafwelt kreiiert, hat weniger Probleme mit dem Durchschlafen. Eine Methode, um den Geist auf einen nächtlichen Kurzurlaub zu schicken, ist der „Was wäre wenn”-Trick. Dieser nutzt die Kraft der Suggestion. Stelle dir ein Szenario vor, dass du wie eine Geschichte weiterspinnst. Das kann die Geschichte aus einem Buch, einer Serie, einem Zeichentrickfilm sein – oder deine ganz eigene, zum Beispiel ein Urlaub oder ein anderer Traum, den du im Schlaf verfolgen möchtest. Schläfst du ein, nimmst du deine Geschichte mit ins Reich der Träume. Wachst du zwischendurch wieder kurz auf, erzähle dir die Geschichte weiter. Mit deiner positiven Gedankenwelt wirst du schneller entspannen, ein- und durchschlafen. Beginnst du erneut mit deiner Schlaf-Geschichte, wird dem Körper signalisiert: Jetzt ist Schlafenszeit!
Bei Hitze schlafen und durchschlafen

Durchschlafen bei Hitze? Auch das geht mit kleinen Tricks. Lies dazu: So kannst du bei Hitze schlafen.

Durchschlafen lernen mit dem Aufstehen-Trick

Wem das zu kreativ ist, kann es mit dem Aufstehen-Trick probieren. Bist du länger wach als drei Minuten und merkst keine Müdigkeit, solltest du aufstehen und etwas tun. Bleibst du wach im Bett und wälzt dich herum, signalisiert das deinem Körper, dass dies völlig normal ist. Entferne dich bewusst von deinem Schlafplatz, wo du nur hingehst, wenn du schläfrig bist. Mache es dir auf der Couch oder einem Sessel bequem, lese oder versuche mithilfe von Meditation oder Yoga ruhiger zu werden. Auch warme Milch kann helfen, da diese den Stoff Tryptophan enthält und entspannt. Wirst du müde, gehe wieder ins Bett. Der Körper soll darauf geeicht werden, im Bett zu schlafen – durchzuschlafen – selbst wenn du kurz einmal aufwachst.

Warum du auf Medikamente fürs Durchschlafen verzichten solltest

Eigentlich ist es doch so einfach: Schnell eine Tablette einwerfen und schon klappt es mit dem Durchschlafen. Das beseitigt jedoch nicht die Ursachen für deine Durchschlafprobleme. Im Gegenteil. Mit Medikamenten generierst du einen künstlichen Schlaf, der weniger erholsam ist als der normale Schlaf und verhinderst eine natürliche, gesunde Schlaf-Routine. Wer aufgrund eines Traumas oder einer anderen Krankheit Schlafprobleme hat, kann in Absprache mit einem Arzt natürlich kurzfristig darauf zurückgreifen. Für die meisten ist das jedoch keine Lösung. Du solltest dich darauf konzentrieren, aktiv eine gesunde Schlafhygiene zu entwickeln. Denn hier machen die meisten von uns immer noch zu viele Fehler. Wenn du dir unsicher bist, kannst du auch Schlaftracker nutzen, die deinen Schlaf analysieren und Tipps geben.

Schlaftracker

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.