Laser im Check

Augen-Lasern: Risiken und Gefahren

Etwa 100.000 Fehlsichtige lassen sich jedes Jahr in Deutschland die Augen lasern: Risiken gibt es wie bei jedem Eingriff. Doch sie sind überschaubar.

Datum:
Augen Lasern: die Risiken

Augen-Lasern: Risiken liegen im Promillebereich.

Rund 99 Prozent der Lasereingriffe verlaufen glatt. Sehr selten gibt es bei Lasik (so der Fachausdruck für die Augenlasermethode) Fälle, bei denen die Hornhaut dauerhafte Schäden davonträgt. Die Wahrscheinlichkeit liegt im Promillebereich. Zu den häufigsten Lasik-Risiken zählen dagegen trockene Augen. Der Grund? Während des Eingriffs werden die Nerven der Hornhaut durchtrennt. So erkennen die Nerven nicht mehr, wenn sich zu wenig Tränenflüssigkeit auf dem Auge befindet. Mithilfe von Augentropfen verschwindet das Trockenheitsgefühl meist innerhalb weniger Tage, spätestens binnen eines Jahres – je nachdem wie stabil der Tränenfilm vor der Operation ist.
Nach der OP helfen gegen trockene Augen:
  • Künstliche Tränen zur Stabilisierung des Tränenfilms
  • Tränenpünktchen zum Auffangen der körpereigenen Tränen
  • Ergänzend sind Gele oder Salben in der Nacht sinnvoll

Lasik-Risiken: Blendempfindlichkeit bei Nacht

Probleme beim Nacht- und Dämmerungssehen sind in den Wochen nach einer Lasik-Behandlung keine Seltenheit. Einige Patienten leiden auch unter Lichthöfen, sogenannten Halos. Sie verursachen mitunter starke Beschwerden beim Lesen, Autofahren und Fernsehen. Je stärker die einstige Fehlsichtigkeit, desto mehr ist das Nachtsehen davon beeinträchtigt. Diese heilungsbedingten Blendungserscheinungen verschwinden normalerweise entweder von selbst oder sind zusätzlich ärztlich behandelbar.

Galerie: Scharfblick: 8 Tipps für gesunde Augen

Augen-Lasern: Risiken für die Hornhaut

Zu einer gefürchteten Folge von Laser-Behandlungen zählt eine Vorwölbung der Hornhaut. Im Falle der sogenannten Keratektasie liegt eine Hornhautverdünnung vor. Weil beim Lasern die Dicke der Hornhaut reduziert wird und der Augeninnendruck ständig auf diese wirkt, besteht die Gefahr, dass es zu einer Vorwölbung der Hornhaut kommt. Mit abnehmender Dicke steigt das Risiko. Dieses ist aber gut in Schach zu halten: Im Rahmen einer Voruntersuchung prüft der Arzt standardmäßig, ob die Hornhautdicke für das jeweilige Laser-Verfahren ausreichend ist.

Laserbehandlung: Nebenwirkungen direkt nach dem Eingriff


  • Trockenheitsgefühl
  • Fremdkörpergefühl

  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Erhöhte Blendempfindlichkeit, vor allem bei Dunkelheit

  • Verschwommene Sicht
  • Hornhautentzündungen

Laser-OP Augen: Risiken mindern durch die richtige Arztwahl

Seien Sie kritisch bei der Wahl des Augenzentrums und des Arztes. Wer eine Weit- oder Kurzsichtigkeit lasern lassen möchte, ist bei Operateuren, die mehr als 200 Eingriffe durchgeführt haben, in guten Händen. Studien zeigen, dass diese Mediziner eine deutlich niedrigere Komplikationsrate vorweisen als ihre unerfahrenen Kollegen. Tipp: Holen Sie vor einem geplanten Eingriff eine zweite Meinung ein, zum Beispiel von Ihrem Augenarzt. Hinweise gibt auch die unabhängige Patientenberatung.

Galerie: 11 beliebte Sportsonnenbrillen – ideal für jede Jahreszeit

Lasik: Risiken für dauerhafte Beeinträchtigungen


  • Leichter Verlust des Kontrastsehens
  • Erhöhte Blendempfindlichkeit, vor allem in der Nacht

  • Über- bzw. Unterkorrektur der Sehfähigkeit

  • Erhöhtes Risiko einer Verwölbung der Hornhaut (Keratektasie)

Augen-Lasern: Risiken nach der OP selbst minimieren


Um nach dem Augen-Lasern Risiken und Probleme bei der Heilung zu vermeiden gilt: Gehen Sie behutsam mit Ihren Augen um. Schützen Sie die bearbeitete Hornhaut in den ersten Tagen, um vollständig zu verheilen.
  • Tipp: Verzichten Sie auf Wimperntusche, Saunagänge oder Schwimmen. Ebenso tabu sind Reiben oder Kratzen des Auges. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Augen fließt.

Sonnebrillen

Britta Peperkorn

von

Erklären ist meine Leidenschaft. Kompliziertes einfach darstellen – am liebsten zu Themen, die mich selbst interessieren: Gesundheit und Fitness.