Echt jetzt?

Experten erklären: Darum BRAUCHEN wir Psychopathen!

Psychopathen möchten wir eher nicht als Nachbarn. Doch es könnte durchaus Vorteile haben, einen Psychopathen Entscheidungen fällen zu lassen – das behauptet nun eine neue Studie.

Datum:
Psychopathen

Manchmal ist es besser, Psychopath zu sein – gut, vielleicht nicht gleich wie Jack Nicholson in „Shining”.

Bei dem Wort Psychopathen fallen uns sofort gestörte Charaktere ein wie Patrick Bateman, alias Christian Bale, aus „American Psycho” oder Jack Torrance, alias Jack Nicholson, aus „Shining”. Keine allzu großen Sympathieträger. Generell gelten Psychopathen als gefährlich, kaltherzig und reuelos. Ganz so negativ wie das klingt, ist es jedoch nicht immer, sagt nun eine neue Studie.

Sind Psychopathen gut für die Gesellschaft?

Die University of Plymouth verglich, wie sich Menschen in moralisch fragwürdigen Situationen entscheiden, in Relation mit ihrem Psychopathenpotential. Die Testfragen bezogen sich jeweils auf Entscheidungen die zugunsten eines „größeren Guts” gefällt werden sollten. Personen wurden bewusst in ein moralisches Dilemma versetzt: Opfere ich eine Person, damit viele überleben? Ein Beispiel hierfür: Ihr geht über eine Fußgängerbrücke. Unter euch rollt ein Zug heran, der fünf Gleisarbeiter töten würde, wenn ihr den Zug nicht aufhaltet. Schubst ihr einen Fremden die Brücke herunter vor den Zug, damit dieser die Gleisarbeiter nicht erwischt? Ein anderes Szenario: Ihr seid Soldat und im Krieg. Würdet ihr euren verwundeten Kollegen erstechen, damit er nicht in Gefangenschaft gerät, dort gefoltert wird und eventuell all eure Stellungen verrät? Ein Psychopath würde in so einer Situation wahrscheinlich anders agieren als ein Nicht-Psychopath, so die Annahme.

Psychopathen sind gut für die Gesellschaft!

Die Studie, die im Fachmagazin „Scientific Reports” veröffentlicht wurde, besagt nun, dass es durchaus von Vorteil sein kann, in solch einer moralischen Zwickmühle psychopathische Züge zu besitzen. Denn: Bei einem Psychopathen ist es wahrscheinlicher, dass er seine Entscheidung schneller und pragmatischer fällt. Psychopathen besitzen wenig bis gar keine Empathie. Sie können sich nicht andere einfühlen. Daher fällen sie ihre Entscheidung nicht mit einem Gewissen, das sie nicht haben. Aber ist es wirklich beruhigend, dass Psychopathen zumindest zum Entscheidungsfällen einen Platz in der Gesellschaft haben, wenn man an den ein oder anderen Regierungschef denkt?

Shining

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.