Besser nicht zögern

Mit diesen Symptomen sollten Sie schnell zum Arzt

Kopf- oder Bauchweh, Rückenschmerz – die meisten Symptome sind eher harmlos, doch gibt es ein paar, mit denen Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten.

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Atemnot kann als Symptom verschiedene Herzkrankheiten anzeigen.

Wenn plötzlich heftige Schmerzen in der Brust auftreten, oder bei unerträglichen Bauchkrämpfen zögert üblicherweise niemand, den Notarzt zu holen. Doch gibt es einige Symptome, die manche Menschen hartnäckig ignorieren – und damit das Risiko ernsthafter Erkrankungen eingehen. Die amerikanische Mayo Clinic hat sieben Symptome aufgelistet, die einen Arztbesuch erforderlich machen:

1. Unerklärlicher Gewichtsverlust

Ohne Diät einfach abzunehmen, das klingt erst einmal wie ein Geschenk des Himmels. Tatsächlich kann unbeabsichtigter Gewichtsverlust aber auf ein echtes Gesundheitsproblem hinweisen. Sollten Sie innerhalb der letzten sechs bis zwölf Monate mehr als fünf Kilo oder fünf Prozent Ihres Körpergewichts unbeabsichtigt verloren haben, dann sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Ursachen könnten unter anderem sein: Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, ein Leberleiden, Krebs oder Depressionen.

2. Andauerndes oder hohes Fieber

An sich ist Fieber eine nützliche Reaktion des Körpers, um eine akute Infektion zu bekämpfen. Andauerndes Fieber weist aber möglicherweise auf eine versteckte Infektion hin. Das reicht von Blasenentzündung bis zu Tuberkulose. In manchen Fällen ist Fieber die Begleiterscheinung einer Krebserkrankung oder die Nebenwirkung eines Medikaments. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Ihre Temperatur über 39,5 Grad steigt oder Fieber länger als drei Tage anhält.

3. Atemnot

Hartes Training, extreme Temperaturen, starkes Übergewicht oder ein Aufenthalt in großer Höhe können Atemnot verursachen. Liegen solche Bedingungen nicht vor und Sie haben das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, dann sollten Sie den Notarzt rufen.
Ursachen der Atemnot können verschiedene Herzleiden oder Krankheiten wie COPD, Bronchitis, Asthma, eine Lungenentzündung oder ein Blutgerinnsel in der Lunge sein. Atemprobleme treten auch in Folge einer Panikattacke auf, also einer Episode größter Angst, die schwere physische Reaktionen hervorruft, obwohl keine reale Gefahr besteht.

4. Neu auftretende Verdauungsprobleme

Die Verdauungsgewohnheiten unterscheiden sich oft deutlich von Mensch zu Mensch. Es gibt keine klaren Regeln, wie oft jemand Stuhlgang hat und in welcher Form. Verändern sich Ihre Gewohnheiten aber plötzlich ohne ersichtlichen Grund stark, informieren Sie besser Ihren Arzt. Insbesondere, wenn der Stuhl plötzlich pechschwarz oder blutig ist oder Sie andauernd an Durchfall oder Verstopfung leiden.
Veränderte Verdauungsgewohnheiten haben manchmal eine bakterielle Infektion als Ursache, beispielsweise eine Infektion mit dem Durchfallerreger Campylobacter oder mit Salmonellen, mit Viren oder Parasiten. Andere denkbare Ursachen sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Darmkrebs.

5. Verwirrung oder Veränderungen der Persönlichkeit

Sie benötigen ärztliche Hilfe, wenn Sie das Gefühl haben,
  • nicht mehr klar zu denken,
  • nicht mehr in der Lage zu sein, sich richtig zu konzentrieren
  • wenn Ihr Gedächtnis öfter streikt oder
  • bei Verhaltensveränderungen.
Solche Zustände und Abweichungen weisen auf viele Ursachen hin, darunter Infektionen, Ernährungsfehler, psychische Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

6. Völlegefühl nach dem Essen

Wenn sich bei Ihnen viel früher als normal ein Völlegefühl einstellt oder Sie viel weniger als bisher essen können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Vor allem, wenn häufige Übelkeit, Erbrechen, Blähungen oder Gewichtsverlust das Gefühl begleiten.
Mögliche Ursachen der Symptome sind die Refluxkrankheit, ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder – in sehr seltenen Fällen – Bauchspeicheldrüsenkrebs.

7. Lichtblitze vor den Augen

Helle Flecken oder Lichtblitze vor den Augen kündigen manchmal eine Migräne an. In einigen Fällen sind Sie aber auch Vorboten einer Netzhautablösung. Sofortige medizinische Hilfe verhindert oft ein drohendes Erblinden.

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