Endlich Hilfe für Geplagte?

Mit der richtigen Ernährung gegen Migräne

Experten sind sich einig: Eine gesunde Ernährung kann die Anfälligkeit für Migräne mindern. Hier erfährst du, was unsere Essgewohnheiten mit der Volkskrankheit zu tun haben.

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Kopfschmerzen

In Deutschland leiden rund acht Millionen Patienten an Migräne. Die Gründe für die schubweise auftretenden Schmerzattacken sind vielfältig, auch die Ernährung kann dazu beitragen.

Die Volkskrankheit Migräne gehört nach wie vor zu den größten Rätseln der Medizin. Bis heute haben Forscher die Entstehung und Auslöser der Kopfschmerzattacken nicht genau entschlüsselt. Gleichwohl lassen sich anhand verschiedener Studien Faktoren ausmachen, die die Erkrankung sowohl begünstigen, als auch bestärken. Dazu gehört neben den Witterungsbedingungen, Stress, laute Geräusche, besondere Lichtverhältnisse oder hormonellen Veränderungen auch die Ernährung. In diesem Ratgeber erfährst du, inwiefern deine Essgewohnheiten Einfluss auf Migräne-Kopfschmerzen haben können und wie es dir möglich ist, mithilfe der Ernährung aktiv gegen sie vorzugehen.
Migraene

Bei einer Migräneattacketritt der pulsierende Schmerz zumeist halbseitig (etwa 70 % der Fälle) im Bereich von Stirn, Schläfe und Auge auf.

Migräne durch ungesunde Ernährung – So hängt beides zusammen

Soviel sei vorweg gesagt: Eine allgemeingültige Lösung für das schmerzhafte Krankheitsbild Migräne können auch wir leider nicht liefern. Trotzdem wird der Faktor Ernährung im Zusammenhang mit der Kopfschmerzerkrankung häufig unterschätzt. Wer weiß, dass auch Nahrungsmittel ein Auslöser für Schmerzattacken sein können, achtet eher darauf, ob diese häufig nach dem Genuss einzelner Lebensmittel auftreten und hat so die Möglichkeit, eine Verbindung zwischen dem Essen und den Symptomen herzustellen. Nicht selten treten die Kopfschmerzen nach dem Verzehr vereinzelter Speisen auf. Das können Getränke oder deren Inhaltstoffe wie Alkohol sein, aber auch Geschmacksverstärker wie Glutamat sowie in Hartkäse enthaltene Histamine (Neurotransmitter) fungieren als sogenannte Trigger, die Migräneattacken auslösen. Auch Kaffee sowie das darin enthaltene Koffein wird von Betroffenen häufig als Grund für Schmerzen genannt, genauso wie auch das Gegenteil – Koffeinentzug – ein Trigger sein kann.
Migräne

Viele Betroffene berichten nach dem Genuss von Alkohol von Kopfschmerzattacken. Neigt man zu Migräne, sollte man den Zusammenhang zwischen dem Getränk und den Symptomen beobachten.

Wichtig ist: Die Gründe für Migräne sind grundsätzlich individuell. Solltest du betroffen sein, solltest du deinen Körper nach sämtlichen Mahlzeiten ganz genau beobachten. Treten Schmerzen immer wieder nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels auf, solltest du dieses testweise einfach einmal eine längere Zeit weglassen und schauen, ob das Auswirkungen auf dein Wohlbefinden hat. Festhalten lassen sich derartige Beobachtungen zum Beispiel über eine Migräne-App.

Warum ein Migräne-Patient regelmäßig essen sollte

Ein Migräneanfall geht grundsätzlich mit einem hohen Energieverbrauch des Gehirns einher, um die abnorme Reizverarbeitung überhaupt aufzubringen. Viele Mediziner vermuten, dass genau hier auch ein Auslöser begründet liegt: Ist der Energiebedarf nicht ausreichend gedeckt, kommt es zu Schmerzattacken. Diesen vorbeugen, lässt sich im Umkehrschluss also damit, regelmäßig zu essen und keine noch so kleine Mahlzeit auszulassen. Darüber hinaus trägt der Verzehr von vollwertiger, gesunder Nahrung dazu bei, dass dein Körper nicht zusätzlich belastet wird. Selbstgekochte Speisen mit frischen Zutaten sind Fertiggerichten mit viel Salz, Fett oder Geschmacksverstärkern vorzuziehen, damit dein Körper das Essen optimal verwertet.
Obst und Gemüse

Obst und Gemüse liefern viele gesunde Inhaltstoffe und Energei. Um Anfällen vorzubeugen, sollte man ausgewogen und regelmäßig essen, sodass der erhöhte Energiebedarf aufgrund der abnormen Reizverarbeitung im Gehirn gedeckt und Migräneattacken gehemmt werden.

Vegetarisch, vegan oder basisch - Die Hilfe für Migränegeplagte?

Im Zusammenhang mit einer Migräne-Diagnose, empfiehlt der Arzt häufig eine Ernährungsumstellung. Fastenkuren bieten sich an. Der Grund: Durch den Verzicht auf Fleisch, tierische Produkte oder gar vollständig feste Nahrung, verschwinden Inhaltsstoffe aus der Nahrung, die als Trigger für eine Migräneattacke wirken. Gleichzeitig besteht die Gefahr von Mangelerscheinungen, die das Krankheitsbild im Extremfall noch verschlimmern. Ideal ist es, die Ernährungsumstellung gemeinsam mit einem Ernährungsberater und/oder behandelnden Arzt durchzuführen. Er achtet darauf, dass der Körper mit sämtlichen wichtigen Stoffen wie etwa Magnesium oder Vitamin-B-12 versorgt ist und zeigt Alternativen zu Inhaltsstoffen auf, die sich bereits als Trigger erwiesen. Darüber hinaus empfiehlt sich Entspannung und Bewegung an der frischen Luft, um den fiesen Kopfschmerzattacken vorzubeugen.

Alles zum Thema Migräne

Antje Wessels

von

Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.