Blutzucker in Schach

Blutzuckerwerte: So messen Sie Ihren Blutzucker richtig

Hier stimmt was nicht! Sie wundern sich über merkwürdige Blutzuckerwerte? Mit diesen Tipps vermeiden Sie typische Fehler bei der Blutzuckermessung.

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Blutzuckerwerte messen

Blutzuckermessung: Bei Gesunden liegt der Blutzuckerspiegel nüchtern unter 100 mg/dl.

Zu viel oder zu wenig Zucker? Beides ist gefährlich. Der Blutzucker – die Konzentration der Glukose im Blut – gibt Auskunft über unsere aktuelle Stoffwechsellage (So kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an). Um herauszufinden, wie hoch oder niedrig der Blutzuckerspiegel ist, hilft nur eins: die Blutzuckermessung. Eine sensible Angelegenheit, denn viele Faktoren verfälschen möglicherweise das Ergebnis auf dem Display. Dazu zählen starkes Quetschen und Drücken der Fingerkuppe oder eine zu zögerliche Messung. Wer zu lange nach dem Einstich wartet, riskiert, dass der Blutstropfen gerinnt. Merkwürdige Messergebnisse sind manchmal aber auch eine Folge von bestimmten Medikamenten, wie zum Beispiel Cortison.

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Was sind Blutzucker-Normalwerte?

Bei gesunden Menschen schwanken die Blutzuckerwerte im Laufe des Tages – je nachdem wie viel Zucker oder Kohlenhydrate wir zu uns genommen haben. So ist der Blutzucker nach dem Essen erhöht, besonders, wenn süße Speisen oder Getränke im Spiel waren. Als Richtschnur gilt: Im nüchternen Zustand liegt der Blutzuckerspiegel idealerweise unter 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl), nach einer Mahlzeit unter 140 mg/dl. Für die Angabe in Millimol pro Liter gelten entsprechend die Werte 5,6 mmol/l und 7,8 mmol/l. Nüchtern in punkto Zucker heißt, dass wir mindestens acht Stunden lang nichts gegessen haben. Bei ist die ideale Blutzucker-Einstellung von Patient zu Patient unterschiedlich. Klären Sie daher immer mit Ihrem Arzt, welche Werte für Sie sinnvoll sind.

Blutzuckermessung: Schmerzarm piksen

Für eine möglichst schmerzarme Messung drücken Sie die Stechhilfe seitlich an die Fingerkuppe. Hier tut der Stich weniger weh als auf der Mitte der Kuppe. Verschonen Sie dabei am besten Daumen und Zeigefinger, weil diese im Alltag am häufigsten im Einsatz sind. Die sogenannte Lanzette sollte regelmäßig erneuert werden, denn die Nadelspitzen werden mit jedem Stich etwas stumpfer und das Einstechen immer unangenehmer. Auch Fingerquetschen ist tabu, weil sich die Blutzuckerwerte sonst verfälschen. Tipp: Regen Sie vor dem Piks Ihre Durchblutung an, damit der gewünschte Blutstropfen hervorquillt. Zum Beispiel mit einer kleinen Handmassage, mit warmem Wasser, oder Sie lassen Ihren Arm ein paar Sekunden senkrecht nach unten hängen. So fließt genügend Blut in die Hand.

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Blutzuckermessgeräte: So kontrollieren Sie sauber

Blutzuckermessgeräte sind sensibel. Landen im Blutstropfen auch Creme, Schokokrümel oder Feuchtigkeit, droht ein verfälschtes Ergebnis auf dem Display. Waschen Sie deshalb vor jeder Blutzuckermessung Ihre Hände mit einer milde Seife ohne Zutaten wie zum Beispiel Honig und trocknen Sie sie sorgfältig ab. Verzichten Sie außerdem auf Desinfektionsmittel, weil auch sie das Ergenis verzerren können.

Blutzuckerwerte – Fehlerquelle Teststreifen

Verfallen, feucht oder schmutzig? Der Einsatz von unbrauchbaren Teststreifen zählt zu den häufigsten Fehlerquellen bei der Messung des Blutzuckerspiegels. Behalten Sie deshalb das Ablaufdatum im Auge. In der Regel sind sie sechs Monate haltbar. Bewahren Sie die sensiblen Streifen immer in der Originaldose auf. Sie schützt vor Schmutz, Licht und Feuchtigkeit. Heruntergefallene Teststreifen gehören in den Müll, ebenso wie solche, die extremer Hitze über 30 Grad oder Kälte unter 10 Grad ausgesetzt waren.

Blutzuckerspiegel messen – in der richtigen Reihenfolge

Sie haben alles richtig gemacht und bekommen trotzdem eine Fehlermeldung? Vielleicht liegt es an der falschen Reihenfolge. Bei den meisten Geräten müssen Sie den Teststreifen zuerst in das Gerät einstecken und dann das Blut aufsaugen. Wer sich aber zuerst um die Blutaufnahme kümmert, erhält später eine Fehlermeldung – das Blutzuckermessgerät wertet den Teststreifen dann als schon benutzt. Vorsicht gilt auch beim Aufnehmen des Bluttropfens: Drücken Sie den Streifen nicht direkt in die Haut, sondern setzen Sie ihn seitlich oder von der Spitze her vorsichtig am Bluttropfen an.

Blutzucker-Teststreifen