Zu viel Gas im Darm

Blähungen – was Ihnen am besten hilft

Blähungen sind lästig. Sie sind oft Folge einer blähenden Ernährung, manchmal aber auch Zeichen einer ernsthaften Erkrankung. Ein geänderter Lebensstil und eine spezielle Therapie schaffen Abhilfe.

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Blähungen

Blähungen sind manchmal Anzeichen einer Erkrankung, aber meistens völlig harmlos.

Ein Meeting mit wichtigen Kunden, dabei rumort es im Darm, der Bauch bläht sich, der Betroffene bekommt das Gefühl, gleich zu platzen. So unangenehm ein Blähbauch wirkt, in der Regel ist er harmlos. Es ist ganz natürlich, dass vermehrt Luft im Darm entsteht, wenn jemand Nahrungsmittel wie beispielsweise Sauerkraut, Hülsenfrüchte oder Rettich gegessen hat. Aber auch sehr fette Speisen oder Fertiglebensmittel, die Milchzucker, Sorbit als Zuckeraustauschstoff oder Fruktose als Süßungsmittel enthalten, führen möglicherweise zu Luft im Darm. Manchmal verursacht auch Zeitnot Blähungen, weil der Gestresste viel zu schnell isst und dabei Luft schluckt.

Blähungen in manchen Lebensphasen

Blähungen, auch Flatulenz genannt, lösen sich meist von selbst wieder auf. In manchen Phasen des Lebens kommen sie häufiger vor, etwa während der Schwangerschaft, weil die veränderte Hormonsituation den Darm träge macht oder weil später durch das heranwachsende Kind weniger Platz im Bauch ist. Oder in den ersten Lebensmonaten, wenn ein Säugling an den typischen Dreimonatskoliken leidet, die vermutlich auf eine gewisse Unreife des Darms zurückgehen.

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Mögliche Erkrankungen als Ursache

In manchen Fällen können Blähungen allerdings Symptome einer ernsthaften Erkrankung sein.
  • Reizdarmsyndrom: Das RDS ist eine der häufigsten Ursachen für zu viel Gas im Darm. Unregelmäßigkeit des Stuhlgangs, wie Verstopfung und Durchfall sind weitere Symptome.
  • Geschädigte Darmflora, beispielsweise nach einer Antibiotikabehandlung
  • Laktose- und Fruktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit und Nahrungsmittelallergien lösen oft Blähungen aus.
  • Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
  • Darmkrebs
  • Leberzirrhose
Wenn starke Bauchschmerzen oder -krämpfe, Erbrechen oder veränderter Stuhlgang die Blähungen begleiten, empfiehlt es sich für den Betroffenen einen Arzt aufzusuchen. Er klärt ab, ob eine ernste Ursachen hinter den Beschwerden steckt.

Den Darm mit Ernährung und Bewegung unterstützen

Ansonsten hilft ein besserer Lebensstil dauerhaft gegen die Flatulenz:
  • Meiden Sie blähende Speisen wie Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, unreifes Obst, fettes Fleisch und aus dem Fett Herausgebackenes.
  • Essen Sie leicht Verdauliches, geben Sie Ihren Darmbakterien aber auch „Futter“ durch pflanzliche Kost und vollwertige Speisen.
  • Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen, kauen Sie jeden Bissen bewusst und sprechen Sie wenig, damit Sie keine Luft verschlucken.
  • Trinken Sie keine kohlensäurehaltigen Getränke zum Essen.Bringen Sie Ihren Darm mit Bewegung in Schwung. Ausdauersport, aber auch einfach spazieren gehen, fördert die Verdauungsarbeit.

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Hausmittel bringen die Verdauung auf Trab

Wenn dann trotzdem manchmal Blähungen entstehen, helfen Hausmittel:
  • Fenchelsamen und Kümmel unterstützen den Darm darin, dass er blähende Nahrungsmittel besser verarbeiten kann.
  • Tee aus Anis, Kümmel, Salbei oder Gelbwurz lindert akute Beschwerden.
  • Eine Massage mit kreisenden Bewegungen rund um den Bauchnabel entspannt und löst Flatulenzen.
  • Eine Wärmflasche oder ein warmer Wickel erfüllt denselben Zweck.

Heilkräuter

Katrin Hoerner

von

Wissen hilft, gesund zu bleiben.