300 Euro für eine Zahnbürste?!

Philips Sonicare DiamondClean Smart im Praxis-Test

Wer eine gute Schallzahnbürste haben will, muss schon ein bisschen Kleingeld parat haben. Aber gleich 300 Euro ausgeben? Die Philips Sonicare DiamondClean Smart liegt mit Zubehör sogar darüber. Im Praxis-Test haben wir sie über acht Wochen getestet.

Datum:
Philips Sonicare Smart im Test

Die Philips Sonicare DiamondClean Smart kostet mit Zubehör 300 Euro. Zurecht? Wir haben sie getestet.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Philips Sonicare DiamondClean Smart ist definitiv eine der besten elektrischen Schallzahnbürsen auf dem Markt. Mit ihrem Putzcoach per App bietet sie einen echten Mehrwert. Andruckkontrolle und verschiedene Intensitätsstufen sorgen für ein sanftes, aber zuverlässiges Putzergebnis. Der versprochene Whitening-Effekt wurde im Test allerdings nicht erzielt. Dafür überzeugten Look und Feel ebenso wie diverse Features der App und die Akkuleistung. Preis-Leistung ist hier angemessen, da die Zahnbürste einfach viel bietet. Ob man das alles wirklich braucht, ist eine andere Frage ...

Pro

  • Personalisiertes Putzfeedback in der App
  • Andruckskontrolle warnt vor zu viel Druck
  • Automatische Bürstenerkennung
  • Zieldefinierung möglich
  • Verschiedene Intensitätseinstellungen
  • Hochwertige Verarbeitung bei schlichter Eleganz
  • Sehr gutes Putzergebnis

Kontra

  • Zahnbürste wird nicht immer durch die App gefunden
  • Bürstenköpfe zeigten im Test leichte Schwächen
  • Visuell keine sichtbare Verbesserung von Verfärbungen

Philips Sonicare DiamondClean Smart

Wer 300 Euro in eine Zahnbürste investiert, muss von dem Produkt schon sehr überzeugt sein. Die Philips Sonicare DiamondClean Smart Schallzahnbürste haben wir daher in einen intensiven Praxis-Test geschickt – und nicht alle Bürsten haben ihn überlebt, so viel sei schon einmal verraten. Das Set mit Zubehör, das uns zur Verfügung stand, hat eine UVP von 339,99 Euro. Enthalten ist neben dem mattiert dunkelblauen Zahnbürstenhandstück eine induktive Ladestation mit Glasbecher, ein USB-Reiseetui, vier smarte Bürstenköpfe in einem Glasbehälter, sowie ein antibakterielles Zungenspray. Rechnet sich das?
Philips Sonicare DiamondClean Smart Zubehör

Die Philips Sonicare Diamond Clean Smart kommt mit umfassendem Zubehör – wenn man will.

Philips Sonicare DiamondClean Smart: Funktionen im Überblick

Was macht die Philips Sonicare DiamondClean Smart so smart? Sie bietet die Möglichkeit eines personalisierten Feedbacks und ein Coaching in der Sonicare App. Die Bürstenköpfe enthalten einen Chip, anhand dessen die Art der Bürste automatisch erkannt wird: Clean (tägliche Reinigung), White+ (bei Verfärbungen), Deep Clean+ (besonders gründliche Reinigung), Gum Health (Zahnfleisch/Backenzähne), TongueCare+ (frischer Atem). Passend zur Bürste wählt die Sonicare DiamondClean Smart automatisch eins der fünf Putzprogramme aus. Drei Intensitätsstufen stehen zur Verfügung: hoch, mittel, niedrig. Bis zu 62.000 Bürstenkopfbewegungen pro Minute verspricht der Hersteller. Die Sonicare App bietet sodann eine Putzanleitung – je nach Putzziel mit entsprechenden Hinweisen. Drückt ihr die Zahnbürste zu stark an Zähne oder Zahnfleisch melden sich die App und das Handstück mit Warn-Vibration. Die App für iOS und Android verfügt zudem über einen Zwei-Minuten-Timer und Brush Pacer. Zwei Wochen soll der Akku mindestens halten.

Philips Sonicare DiamondClean Smart: Verarbeitung und Bedienung im Praxis-Test

Sie zählt zu den Premiummodellen unter den Zahnbürsten, die Philips Sonicare DiamondClean Smart. Daher muss man eine hochwertige Verarbeitung erwarten – und bekommt diese auch. Look und Feel überzeugen. Hier wurde sauber gearbeitet. Ein echtes Schmuckstück ist die smarte Sonicare mit ihrem ergonomischen Design. Die App lässt sich einfach bedienen, fragt Putzziele ab, gibt Tipps und erinnert z.B. an den Zahnarztbesuch. Die aufgesteckte Bürste wird schnell zuverlässig erkannt. Nicht immer wird jedoch die Zahnbürste als solches sofort erkannt. In dem Fall startet auch das Putzprogramm, das mit seinem Sensor die Putzbewegungen genau verfolgt und vernachlässigte Bereiche sofort hervorhebt nicht. Sobald es aber funktioniert, ist es ein echter Mehrwert.
Philips Sonicare DiamondClean Smart Verarbeitung

Schon auf den ersten Blick macht die Verarbeitung der Philips Sonicare DiamondClean Smart einen guten Eindruck.

Eine 3D-Karte zeigt noch einmal das Ergebnis der letzten Reinigung im Detail. Ich gebe zu, die allgemein empfohlenen zwei Minuten habe ich vor meiner ersten Sonicare DiamondClean nie wirklich geputzt. Im Vergleich zum Vorgängermodell sorgt der Brush Pacer dafür, dass ihr jeweils genügend Zeit in einem bestimmten Bereich putzt. Wo sagt euch die App. Damit der Putzsensor richtig funktioniert, müsst ihr allerdings in einem speziellen Winkel arbeiten. Sonst sind die Ergebnisse nicht immer richtig. Das Druck-Feedback ist praktisch, warnt zuverlässig bei zu viel Stress fürs Zahnfleisch. Nach dem Putzen fragt die App auch die Nutzung von Mundspülung und Zahnseide ab und hält Zungenreinigungen fest. Die Ergebnisse werden in einem Kalender festgehalten. Praktisch: Die Bluetooth-Synchronisation muss nicht jeden Tag erfolgen, die Bürste speichert die Daten über Tage. Im Test waren zwei Wochen kein Problem.
Philips Sonicare DiamondClean Smart App

Die Sonicare App ist dein persönlicher Putzcoach und bietet Tipps rund ums Zähneputzen.

Philips Sonicare DiamondClean Smart: Bürsten und Ladestation

Die Bürsten wirken hochwertig und sollen – je nach Einsatz – rund drei Monate halten. Ist es Zeit, die Bürste zu wechseln, erhaltet ihr hierüber einen Hinweis über die App. Die White+-Bürste überstand jedoch nur sechs Wochen im Test. Dann wurden sie nicht mehr als solche erkannt, es wurden dauerhaft Druck-Warnhinweise über die App gesendet, auch das Aufladen war nicht mehr möglich. Erst ein Wechsel des Bürstenkopfes behob das Problem. Auch die Borsten sahen bereits nach sechs Wochen nicht mehr ganz so schön aus. Liefern sie dennoch Ergenisse? Die Philips Sonicare DiamondClean Smart verspricht bis zu 100 Prozent weniger Verfärbungen in nur drei Tagen.
Philips Sonicare DiamondClean Smart Reiseetui

Auch das Reiseetui der Philips Sonicare DiamondClean Smart machte im Test einen guten Eindruck. Das USB-Kabel ist im Boden versteckt.

Trotz definiertem Aufhellungsziel und regelmäßigem Putzen nach Anleitung konnte ich jedoch keinerlei visuellen Unterschied feststellen. Die Bürsten liefern alle ein gründliches subjektives Putzergebnis. Die Zähne fühlen sich sehr sauber an, auch in kleinen Ecken machte die Sonicare Smart im Test kurzen Prozess mit Essensresten. Dabei ist der Putzprozess z.B. im Vergleich zur Happybrush sehr behutsam. Die Zungenbürste sorgt in Kombination mit dem Zungenspray für intensive Frische im Mundraum. Die Ladestation, die unter das Putzglas gestellt wird, sieht schick aus und tut, was sie soll. Die Bürste wird dabei ins Glas gestellt und kabellos geladen. Unterwegs wird das Reiseetui zur USB-Ladestation. Hierbei legt ihr die Bürste lediglich ins Etui und das Laden beginnt. Der Akku der Philips Sonicare DiamondClean Smart hielt im Test bis zu drei Wochen. Wer zweimal pro Tag normal putzt und dann noch die Zunge reinigt, sollte mit einer Akkuladung zwei Wochen hinkommen.
Philips Sonicare DiamondClean Smart Bürsten

Die Bürstenköpfe der DiamondClean Smart wirken hochwertig, zeigten im Test jedoch einige Schwächen für den hohen Preis.

Philips Sonicare DiamondClean Smart: Preise und Preis-Leistung

Der Preis der Philips Sonicare DiamondClean Smart hängt vor allem von dem Zubehör ab. In der einfachen Variante mit Zahnbürste, drei Bürstenköpfen, Ladeglas und Reiseetui gibt es bei Amazon derzeit bereits ab 230 Euro. Andere Pakete kosten bei Amazon rund 310 Euro. Auch die Farbe spielt beim Preis eine Rolle bei Amazon: Schwarz, Weiß, Grau und Pink gibt es da zu leicht anderen Preisen. Die Philips Sonicare DiamondClean Smart ist schon eine richtig gute Zahnbürste und das hat seinen Preis. Im Test gab eine Bürste, die im Viererpack im Schnitt 10 Euro kostet, viel zu schnell auf. Ob es daher unbedingt die smarte DiamondClean sein muss, hängt stark von der App-Nutzung ab. Ich sehe sie wirklich als Mehrwert für ansonsten faule Putzer, die es morgens eilig haben. Günstig ist das personalisierte Feedback nicht, aber wie finde seinen Preis wert. Keine andere Schallzahnbürste bietet so viel bei dieser hochwertigen Verarbeitung und auch noch schickem Design. Eine klare Empfehlung.
Philips Sonicare DiamondClean Smart im Test

Die Philips Sonicare DiamondClean smart kann alleine stehen, im Glas oder mit Ladestation darunter.

Philips Sonicare DiamondClean Smart

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.