Enthüllung bei Stern TV

Methadon gegen Krebs: Ist das Wundermittel der Industrie zu billig?

Seit mindestens zehn Jahren soll die Pharmaindustrie von der Wirksamkeit von Methadon gegen Krebs wissen. Getan hat sich nichts. Ist das Schmerzmittel zu günstig? Oder alles nur eine Verschwörungstheorie?

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Hilft Methadon wirklich gegen Krebs?

Methadon hat bereits einige Kämpfe gegen den Krebs gewonnen. So wurde u.a. eine Frau mit Hirntumor geheilt.

Diese Nachricht könnten vielen Menschen nicht nur Hoffnung, sondern sogar Heilung bringen. Das Schmerzmittel Methadon soll geradezu erstaunliche Ergebnisse als Krebsmittel liefern, wie die Chemikerin Dr. Claudia Friesen bei Stern TV enthüllte. Bereits vor zehn Jahren entdeckte sie die Wirksamkeit von Methadon gegen Krebs und forscht seither intensiv an fundierten Ergebnissen. Offiziell wird das Medikament jedoch nicht in der Krebstherapie eingesetzt. Grund: Die Pharmaindustrie will nicht in die Erforschung investieren.

Methadon wirksam gegen Krebs

„Methadon kann den Widerstand der Tumorzelle gegen das Chemotherapeutikum brechen und sorgt dafür, dass das Chemotherapeutikum wirken kann”, erklärt die Chemikerin in der Live-TV-Sendung. Demnach ist das Schmerzmittel als Ergänzung zur traditionellen Chemotherapie zu sehen, nicht als Ersatz. Mehr als 350 Patientendaten sammelte Friesen und dokumentierte jeweils einen deutlichen bis vollständigen Rückgang der Metastasen. Auch die 38-jährige Sabine Kloske profitierte von der Krebstherapie mit Methadon. Mit 36 Jahren wurde ihr ein Gehirntumor diagnostiziert. Die Ärzte gaben ihr maximal 15 Monate. Zweieinhalb Jahre später ist der Tumor verschwunden. Bei Kloske wurde frühzeitig Methadon als Krebsmittel in die Behandlung aufgenommen.

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Methadon ist günstiger als konventionelle Krebsmittel

Das könnte ein großer Durchbruch in der Krebsforschung sein. Dennoch scheinen sich die Pharmaunternehmen herzlich wenig dafür zu interessieren. Klinische Studien sind bislang nicht vorgesehen. Friesen: „Wir brauchen die Studien. Dass es die nicht gibt, liegt daran, dass die Förderungen fehlen. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich nicht einmal mehr meine Grundlagenforschung gefördert bekomme.” Einen Grund sieht die Chemikerin darin, dass die Industrie mit dem Einsatz von Methadon weniger verdient. „Wenn ich sehe was Methadon kostet, zwischen acht und 20 Euro für 100 Milliliter, die vier bis sechs Wochen reichen und vergleiche das mit den sehr teuren Medikamenten, die dann 20.000 bis 25.000 Euro kosten, hat Methadon kaum eine Chance.” Es wäre nicht das erste Mal, dass unternehmerische Interessen mehr wiegen als gesundheitliche ...

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Anja Schmidt

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Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.