Revolution in der Krebsforschung?

Bluttest erkennt acht Krebsarten im Frühstadium

Eine neue Studie aus den USA macht Hoffnung: Anhand eines Bluttests könnten acht Krebsarten künftig ganz leicht diagnostiziert werden – so die Theorie.

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Bluttest Krebs

Kann ein simpler Bluttest künftig Leben retten?

US-Forscher haben einen wichtigen Schritt bei der Krebsfrüherkennung gemacht. Ein neuer Bluttest konnte acht Krebsarten bereits in frühem Stadium erkennen. Klingt wie eine revolutionäre Entdeckung. Doch nicht alle Wissenschaftler sind von dem Bluttest zur Krebserkennung überzeugt.

Liquid Biopsy

Das neue Verfahren orientiert sich an Tumorproteinen, die im Blut zirkulieren und dem spezifischen Erbmaterial, das in verschiedenen Tumoren zu finden ist. Acht Krebsarten können auf diese Weise durch Bluttests unterschieden werden: Krebs in den Eierstöcken, in Leber und Magen, in der Bauchspeicheldrüse und Speiseröhre, im Darm, der Lunge und in der Brust. Flüssigbiopsie (Liquid Biopsy) nennt sich das dann. Bei 70 Prozent der getesteten 1.800 Probanden wurde der jeweilige Krebs durch den Bluttest richtig erkannt.

Experten sind skeptisch

Als wirklich aussagekräftig kann die US-Studie jedoch nicht bewertet werden. Bei den Probanden war bereits bekannt, dass sie Krebs haben. Erst wenn wenn „Personen ohne Symptome aus mehreren Hundert gesunden Personen und Personen mit anderen Erkrankungen korrekt erkannt werden”, könne man das Screeningverfahren mit Bluttest anerkennen, so die Deutsche Gesellschaft für Pathologie. Dennoch gilt das Ergebnis als wegweisend. Studien mit so vielen Probanden sind keinesfalls Standard in der Krebsforschung. Auch könne die Studie als Grundstein genutzt werden, um den Bluttest weiterzuentwickeln, meinen Experten.